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Ostholstein Ratekaus neue Ortsmitte wird teurer
Lokales Ostholstein Ratekaus neue Ortsmitte wird teurer
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20:10 30.09.2017
Ratekau

Die Kosten für die Maßnahmen auf der Fläche zwischen Dorfplatz und Blücherzentrum mit unter anderem dem derzeitigen Umbau des Familienzentrums belaufen sich nun auf etwa 1,9 Millionen Euro statt auf 1,7 Millionen Euro. „Wir haben 20000 Mehrkosten“, erklärte Keller. Der Grund: Weil die Verwaltung die Umgestaltung früh geplant hat, um die inzwischen zugesagten Fördergelder von 1,2 Millionen Euro zu bekommen, mussten nun im Nachhinein Planänderungen vorgenommen werden. Auch Ausschreibungsbedingungen und Schmutzwasser-Leitungen, die für 5600 Euro noch verlegt werden müssen, trieben die Summe in die Höhe. Das Familienzentrum wird 11000 Euro teurer, die Außenanlagen um 40000 Euro. „Das ist unglücklich“, sagte Keller mit Blick auf die Ausgaben. Jedoch seien die Mehrkosten mit Vorsicht zu genießen. Das Architektenhonorar beispielsweise gelte es noch zu reduzieren. Fakt ist allerdings: „Es wird am Ende teurer werden.“

Thomas Keller (parteilos).

Mit der neuen Ortsmitte soll die Aufenthaltsqualität in Ratekau gestärkt und die Fläche im Zentrum aufgewertet werden. Ein Marktplatz mit neuen Parkplätzen, vielen Sitzgelegenheiten sowie einer parkähnlichen Anlage soll 2019 fertig sein. Der Umbau zum Familienzentrum wird schon in diesem Jahr fertig gestellt sein. Es soll das Herzstück bilden, in dem es in Zukunft noch mehr Angebote in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Ostholstein geben wird.

Im anschließenden Bauausschuss ging es unter anderm auch um den Ortskern. Unter Tagesordnungspunkt zwölf wurde der Bebauungsplan Nummer sechs einstimmig beschlossen. Der Weg ist also frei für das Wohn- und Geschäftshaus mit Gastronomie, das von einem privaten Investor südwestlich der Kreuzung Hauptstraße/Rosenstraße, nordwestlich der Bäderstraße, gebaut wird. Das Vorhaben könne nun nach Angaben von Keller zeitgleich zu der öffentlichen Maßnahme starten. Auch der Durchführungsvertrag mit dem Investor wurde geschlossen.

In der Sitzung gab es aber auch andere Themen, die auf dem Programm standen. So wurde einer alternativen Bebauung in Form eines Mehrfamilienhauses in der Alten Schulstraße nicht stattgegeben. Auch die Planungsziele des Bebauungsplans östlich der Hauptstraße wurden von den Ausschussmitgliedern noch nicht eindeutig festgelegt. Zunächst muss sich die Frage gestellt werden, wie in Zukunft der Ortskern aussehen soll, begründete Keller.

Wie die Fläche in Sereetz westlich der Mühlenstraße, südlich der Bebauung an der Lübecker Straße und östlich der Schwartauniederung aussehen soll, darüber hat die Verwaltung indes klare Vorstellungen. Die Wohnbebauung solle erweitert werden, so Keller. Auf dem Areal befindet sich jedoch ein geschütztes Biotop. „Das hat uns überrascht“, sagte Keller. Die Verwaltung stellte einen Antrag auf Befreiung und eine Kompensation an anderer Stelle bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), die die Befreiung aber erst ablehnte. Grund: Das Biotop sei besonders, daher schützenswert. Dann kam alles anders: „Die Entscheidung wurde von der UNB zurückgenommen“, sagte Keller. Es gibt allerdings noch keine konkrete Zustimmung auf den Antrag der Verwaltung. Da der Verwaltungschef aber davon ausgeht, dass die zurückgenommene Versagung eine Zustimmung darstellt, hätte er „keine weiteren Bedenken, dass die Umsetzung erfolgt.“

bz

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