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Ostholstein Raubüberfall auf Oldenburger Juwelier
Lokales Ostholstein Raubüberfall auf Oldenburger Juwelier
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00:00 16.10.2012
Jens Schleupner zeigt ein geplündertes Tableau. Hier in der Werkstatt bedrohte ihn ein Täter, während der andere wild einpackte.
Ostholstein

Es ist kurz vor 13 Uhr, Jens Schleupner ist allein in seinem Geschäft „was ihr wollt“ in der Schuhstraße und arbeitet noch an einer Uhr. Gleich will er Feierabend machen. Da wird die Lichtschranke am Eingang aktiviert. Schleupner steht auf, um die vermeintlichen Kunden zu begrüßen. „Dann sah ich schon, dass sie maskiert waren“, erzählt der 53-Jährige. „Einer ging gleich mit gezogener Schusswaffe ganz forsch auf mich zu und drängte mich auf den Stuhl in der Werkstatt.“ Der andere habe die Vitrinen aufgeschoben, Tableaus mit Schmuck herausgezogen und „gegriffen, was er innerhalb kürzester Zeit zu fassen bekam“. Der Bewaffnete habe gesagt, „wenn ich keine Zicken mache, dann passiere mir nichts“, so Schleupner. Im ersten Moment sei er richtig geschockt gewesen, erinnert sich der Überfallene. „Ich blieb aber ruhig. Ich wollte nicht riskieren, dass der noch durchdreht.“ Zehn Minuten dauert der Überfall, schätzt der Oldenburger. Die Ladentür steht dabei die ganze Zeit offen. Gegenüber habe ein Handwerker gearbeitet, Leute seien vorbeigegangen, niemand habe etwas bemerkt. Als die Täter schließlich zu Fuß flüchten und Schleupner laut „Überfall“ ruft, nimmt ein Passant kurzerhand die Verfolgung durch einen Gang und die Große Schmützstraße bis in die Lankenstraße auf, kehrt dann jedoch um. Die Täter sind verschwunden.Ringe, Uhren, Ketten – der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro, schätzt Schleupner. Sogar sieben, teils defekte Kundenuhren aus der Werkstatt, hätten die Täter mitgehen lassen. „Nächtliche Einbruchsversuche habe ich schon oft gehabt“, sagt der 53-Jährige, der den Laden 1994 von seinen Eltern übernahm. Aber einen Raubüberfall habe es in drei Generationen nicht gegeben. Schleupner wirkt gefasst. Den Laden hat er gestern wieder normal geöffnet.Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen. Beide Männer waren zirka 1,80 Meter groß, mit drahtiger, sportlicher Figur, sprachen akzentfrei hochdeutsch und waren mit schwarzen Kapuzenpullovern bekleidet. Sie trugen schwarze Sturmhauben, die sie während der Flucht herunterschoben. Ein Täter trug eine blaue Jeans mit weißen Sportschuhen, der andere Täter graue Sportschuhe. Dieser Täter hatte einen kurzen, blonden Stoppelhaarschnitt. Hinweise nehmen die Kripo Oldenburg unter Telefon 043 61/105 50 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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