Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Raumnot: Ganztagsschüler müssen umziehen
Lokales Ostholstein Raumnot: Ganztagsschüler müssen umziehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:57 25.11.2016
Ein Shuttle-Service soll die betroffenen Kinder künftig zur Gemeinschaftsschule bringen. FOTO: JEN

Mit Blick auf die Raumnot an der Oldenburger Grundschule am Wasserquell zieht die Stadt nun Konsequenzen. Sowohl der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten als auch der Hauptausschuss haben sich jetzt laut Jörg Saba von der Stadtverwaltung mit deutlicher Mehrheit für diese Lösung ausgesprochen. In beiden Sitzungen wurde das Thema unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert.

Zur Galerie
Zu wenig Platz: Nachmittagskinder der Grundschule müssen an die Wagrienschule ausweichen.

Schon seit anderthalb Jahren debattiert die Oldenburger Kommunalpolitik über das Raumproblem der OGS. Eine von der Verwaltung vorgeschlagene Containerlösung wurde abgelehnt; etwaige bauliche Maßnahmen sollen erst beschlossen werden, wenn es ein Gesamtkonzept für die zu großen Teilen maroden Schulgebäude in der Stadt gibt (die LN berichteten).

Über dieses Thema will der Hauptausschuss am 8. Dezember beraten. Dann soll sich entscheiden, welchen Weg die Stadt einschlägt, ob die Gebäude saniert oder neu gebaut werden. Im Haushalt für 2017 sind bisher 1,1 Millionen Euro für das weitere Vorgehen einkalkuliert – ein „Platzhalter“, wie Kämmerer Burkhard Naß erklärt. Die Mittel seien eingestellt worden, um handlungsfähig zu sein – egal, in welche Richtung es für die Schulen letztendlich gehe. Planungskosten würden sowohl für Sanierungsmaßnahmen als auch für Neubauten entstehen.

Für die Grundschule könnten mit den veranschlagten Geldern gegebenenfalls zudem bereits erste Baumaßnahmen angeschoben werden, so Naß. Hier wurden 600000 Euro eingeplant; für das Stein-Gymnasium und die Wagrienschule sind es jeweils 250000. Darauf hatte sich im Vorfeld der Beratung ein Arbeitskreis verständigt, der sich in interner Runde mit der Zukunft der Oldenburger Schulen befasst hat. Die zuständigen Ausschüsse haben dem Haushaltsplan für die Schulen ebenfalls bereits zugestimmt, die endgültige Entscheidung fällt die Stadtvertretung am 19. Dezember.

Für den geplanten Shuttle-Service für die Ganztagsschüler wurden nach Angaben von Jörg Saba zunächst 7500 Euro kalkuliert. Zunächst bis zum Ende des laufenden Schuljahres soll die Übergangslösung aufrecht erhalten werden. Laut Saba werden an der OGS der Grundschule mittlerweile 127 Kinder betreut. „Die Zahl ist stetig gestiegen“, berichtet der zuständige Fachbereichsleiter. Im Schuljahr 2015/16 wurden etwa 100 der insgesamt 280 Grundschüler nach dem Unterricht betreut.

An die Wagrienschule ausweichen sollen nun laut Saba die Dritt- und Viertklässler, von denen vielen in absehbarer Zeit ohnehin ein Wechsel an die Gemeinschaftsschule bevorsteht. Den betroffenen Eltern wurden die Pläne laut OGS-Leiterin Britta Klaffke bereits mitgeteilt. Für sie soll es in der kommenden Woche zudem einen Info- Abend geben. „Wir sind uns bewusst, dass die Lösung nicht für alle optimal ist“, so Klaffke, die dennoch froh ist, alle Kinder untergebracht zu wissen. „Wir werden alles tun, um das Ganze in eine gute Umsetzung zu bringen.“

 Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Oldenburg. 21 junge Oldenburger haben gestern Stimmzettel für die Wahl des Kinder- und Jugendparlaments ausgefüllt – mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren.

26.11.2016

Ursprünglich war die Rede von 1,77 Millionen. Dies wurde im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses bekannt. Die Mehrinvestitionen seien notwendig für Warderschule, Großsporthalle, Gemeindestraßen, Straßenbeleuchtung, Kurbetrieb und Parkpalette.

25.11.2016

Das Jungtier wurde mitten auf einer Weide gefangen, getötet und anschließend mitgenommen. Die Besitzerin der Schafherde fand nur noch das abgezogene Fell des Lamms. Die Polizei sucht Zeugen.

25.11.2016
Anzeige