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Ostholstein Reaktionen zur US-Wahl: „Irritiert, sprachlos“
Lokales Ostholstein Reaktionen zur US-Wahl: „Irritiert, sprachlos“
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20:41 09.11.2016
Holger Schädlich vom Bauernverband.

Donald Trump war gestern auch im Kreis Ostholstein das Gesprächsthema schlechthin. Die LN hörten sich zur Stimmungslage um.

Propst Peter Barz. Quelle: Fotos: Benthien/mantik

Landrat Reinhard Sager (CDU) erklärte: „Keine wirklich gute Nachricht. Denn die Wahl von Trump stellt die traditionelle deutsch-amerikanische Freundschaft vor eine große Bewährungsprobe. Für die Wirtschaft bedeutet sein Wahlsieg sicherlich eine große Herausforderung. Die Einigkeit Europas, die Stärkung gemeinsamer Werte sowie die transatlantische Zusammenarbeit sind in diesem Zusammenhang wichtiger denn je.“

Die Wahl in den USA könnte auf die ostholsteinische Landwirtschaft Auswirkungen haben. „Ostholstein ist ein Exportkreis. Sollten die USA die eigenen Märkte schließen, könnte sich das auf den globalen Markt auswirken“, erläuterte Holger Schädlich, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes. Auch sei die Position Trumps zum Klimaabkommen von Bewandtnis für die Landwirtschaft. Schädlich blicke mit Sorge auf die Renationalisierung. „Ich denke an Le Pen, Brexit, Polen, Dänemark und jetzt die USA.“

Erschrocken reagierten auch die Acht- bis Zehntklässler in der Warderschule in Heiligenhafen. „Ich habe die Wahl in den USA seit einigen Tagen im Englisch- und im WiPo-Unterricht thematisiert“, erklärt Realschullehrerin Judith Boldt. „Die meisten Schüler hatten nicht mit diesem Ausgang gerechnet.“ Ganz baff war gestern Morgen auch Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD: „Da fehlen einem erst einmal die Worte. Wir haben Trump immer belächelt und gedacht, das kann nicht passieren, doch jetzt ist es passiert. Für mich wäre Hillary Clinton das kleinere Übel gewesen.“

Im Kirchenkreis Ostholstein nimmt man die Wahl in den USA ebenfalls kritisch zur Kenntnis. „Ich bin irritiert und sprachlos“, erklärte Propst Peter Barz. Ihn überrasche vor allem, dass Donald Trump offenbar von vielen Evangelikalen unterstützt worden sei. „Die Tatsache, dass er sich abschätzig und respektlos über Minderheiten äußert, ist mit meinem christlichen Weltbild nicht zu vereinbaren“, erläuterte Barz weiter.

pm/gjs

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