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Ostholstein Regina Poersch: „Es war eine krachende Niederlage“
Lokales Ostholstein Regina Poersch: „Es war eine krachende Niederlage“
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22:33 29.02.2016
Regina Poersch (l.) bekommt Zuspruch von der Süseler SPD-Frau Swantje Meininghaus und Landtagskollegen Lars Winter (r.).

„Es war eine krachende Niederlage“, räumte die 46-jährige SPD-Landtagsabgeordnete gestern ein. „Zu verlieren ist eine Sache, aber so deutlich, das tut weh. Ich grübele, ob es im Wahlkampf mal ein Zeichen dafür gegeben hätte, aber ich kann keines entdecken.“

„Als Landtags- abgeordnete wird sie weiter Gutes bewirken.“

SPD-Chef Ralf Stegner

Dass es knapp werden könnte, sei ihr bewusst gewesen. Doch sogar die Einzugsbereiche Gustav-Peters-Schule, Schule Am Kleinen See und DRK-Fachschule — „die Ecke wäre eigentlich meine gewesen“— sind an Carsten Behnk gegangen. Sie habe ein bisschen Katerstimmung, sagte Poersch gestern, „aber es gehört zum Wahlkampf dazu, dass am Ende einer bedröppelt guckt“.

Am Sonntag im Rathaus waren auch ein paar Tränen geflossen. „Das hat mich aus der Fassung gebracht, dass meine eigenen Leute auf einmal anfingen, rhythmisch zu klatschen und mich für den tollen Wahlkampf bejubelten“, berichtete sie. Von ihrem Landtagskollegen Lars Winter gab es einen großen Strauß roter Tulpen, von der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und Sandra Redmann (ebenfalls Landtagsabgeordnete aus Ostholstein Süd) Umarmungen und aufmunternde Worte. „Sooo schade! Aber . . . Wir behalten eine tolle Abgeordnete!!“ schrieb Redmann später auf Facebook.

Auch der Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, meldete sich zu Wort: „Regina Poersch hat in den letzten Monaten engagiert um das Amt als Bürgermeisterin in Eutin gekämpft. Mit ihrem Fachwissen als Diplom-Verwaltungswirtin und ihrem klaren sozialdemokratischen Kompass wäre sie eine gute Bürgermeisterin geworden. Die Eutiner Bürgerinnen und Bürger haben sich jedoch für ihren Mitbewerber, Carsten Behnk, entschieden, dem ich natürlich gratuliere und gutes Gelingen für die neue Aufgabe wünsche.“ Regina Poersch danke er für ihr Engagement. Denn nur mit Menschen, die sich engagierten und etwas leisteten, könne Demokratie funktionieren. „Als SPD-Landtagsabgeordnete wird sie weiterhin Gutes für die Menschen in Plön und Schleswig-Holstein bewirken“, so Stegner.

Bis Mai 2017 ist Regina Poersch als Landtagsabgeordnete gewählt. „Ich möchte mich gern wieder bewerben. Aber, das muss ich mit der nötigen Demut sagen, das entscheiden die Ortsvereine.“

 ben

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