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Ostholstein „Reinschiff machen“ am Strand
Lokales Ostholstein „Reinschiff machen“ am Strand
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20:54 12.09.2016
Macht nicht nur auf dem Laufsteg eine gute Figur, sondern engagiert sich auch für saubere Strände: Männermodel André Hamann mit Miriam Schrötter (v. l.) und Judith Reimers. Quelle: Fotos: Hof

 Am extra dafür aufgebauten Zelt bekamen sie Handschuhe, Müllzangen und Plastikbeutel. Dazu gab es strahlend blaue T-Shirts, Schirmmützen und Jutebeutel mit dem Motto der Kampagne zum Ozeanschutz: „Take Action, Protect the Ocean“.

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Macht nicht nur auf dem Laufsteg eine gute Figur, sondern engagiert sich auch für saubere Strände: Männermodel André Hamann mit Miriam Schrötter (v. l.) und Judith Reimers.

Zur Motivation erklärte Rainer Uhl, einer der Gründer der Surfrider Foundation in Deutschland: „Plastikmüll braucht 400 Jahre, bis er sich komplett abgebaut hat.“ Gefährlich sei nicht nur „Mikroplastik“, wie die mittlerweile gescholtenen Kügelchen in Duschpeelings, da sich Kunststoff unter dem Einfluss von Sonne und Salz ohnehin zersetze, bis er mit der Nahrung von den Fischen aufgenommen werde. In letzter Instanz lande Plastik damit auch auf unseren Tellern. Mahnend sagte er: „80 Prozent des Mülls im Meer kommt von Land.“

So motiviert zogen die knapp 40 Helfer los, Timmendorfs Strand von Müll zu befreien. Model Hamann: „Ich habe lange in Kapstadt am Meer gelebt. Dort sind fast alle Strände dreckig.“ Deshalb wolle er als Zugpferd seinen Teil zum Naturschutz beitragen. Dazu hatte er schon an einer vorherigen Reinigungsaktion in San Diego in Kalifornien teilgenommen und unter seinen eine Million Anhängern des Online-Bildernetzwerks Instagram dafür geworben.

„Wir unterstützen schon seit 2012 Expeditionen von National Geographic zur Reinhaltung der Ozeane“, sagte Anika Schmidt von Davidoff. Während die Aktion erstmalig in Deutschland stattfand, habe es dieses Jahr bereits ähnliche Veranstaltungen in den USA und in Devon in Großbritannien gegeben. „Damit wollen wir unser Engagement für den Umweltschutz sichtbar machen und die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung gewinnen“, so die Produktmanagerin. Mit dabei war auch Urlauber Markus Blohm mit seiner Tochter Janne. Ihm war besonders wichtig, Bewusstsein für die Umwelt zu vermitteln: „Wer Kinder hat, ist auch motiviert, die Natur zu schützen“, bemerkte der Pinneberger.

Gefunden wurden besonders viel Plastikmüll – darunter sogar eine Spritze –, Dosen und Zigarettenstummel. Am Ende der zweistündigen Aktion kamen 20 Müllbeutel zusammen. Schade nur, dass Promis, PR-Leute und Journalisten dabei weitgehend auf sich gestellt waren. Als Instagram-Anhänger von Hamann outete sich jedenfalls niemand.

 Marc R. Hofmann

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