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Ostholstein Reiten und Rätseln direkt am Strand
Lokales Ostholstein Reiten und Rätseln direkt am Strand
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13:33 02.10.2016
Mia Herold (l., 12) auf „Amoroso“ und Marisa Sobolewski (13) auf „Murmel“ sammeln Quietschentchen aus der Ostsee. Dafür gibt es für das Team aus Wulfsdorf wertvolle Goldmünzen. Quelle: Fotos: Zill

Das Pony „Suse“ steht ruhig am Scharbeutzer Strand, während sich Dagmar Mohr das gelbe Heftchen genau durchliest. Auch Sandra Beust, die für die Reiterrallye des Reitvereins Timmendorfer Strand „Wups“ gesattelt hat, schaut herüber. „Es wird spannend, man steht bei jeder Station vor einer neuen Herausforderung“, sagt Mohr, die ihrer Stute das Zeichen zum Aufbruch gibt. Pünktlich zur Strandsaison geht’s los: Das Team freut sich mit anderen 20 Duos auf insgesamt sieben knifflige Aufgaben, die am Strand zwischen Scharbeutz und Timmendorfer Strand gelöst werden müssen.

Das Pony „Suse“ steht ruhig am Scharbeutzer Strand, während sich Dagmar Mohr das gelbe Heftchen genau durchliest.

Vor den beiden Freundinnen aus Büchen sind Lisa Meyer und Lisa Bauer gestartet. Sie sind mittlerweile schon an Station drei angekommen, an der drei Stangen auf dem Sand liegen. Daneben liegen Pferde-Leckereien wie Äpfel, Karotten und Heu.. „Willkommen im Schlaraffenland“, begrüßt sie Helferin Nicole Herold. Sie erklärt, dass die Vierbeiner nun am langen Zügel über die Hindernisse gehen müssen ohne unterwegs zu „naschen“. „Oh nein, mein Pferd ist so verfressen“, klagt die 22-jährige Lisa Meyer. Doch „Conan“ weiß anscheinend, dass es für die Aufgabe wertvolle Goldmünzen gibt, die während der Rallye gesammelt werden. Wer am Ende die meisten Münzen hat, gewinnt. Der Wallach meistert die Herausforderung mit Bravour – auch „Cassina“ schreitet brav über die Stangen. Für die Leistung gibt es danach ein Leckerli.

Kräftig gestreichelt wird auch an der Seebrücke in Timmendorfer Strand.Victoria Treziak und Daniela Stadter mussten ihre Pferde mit einer Promillebrille auf den Augen durch einen mit Fahnen abgesteckten Pfad führen. „Es fühlt sich an, als wenn man betrunken wäre“, erzählt die 25-jährige Treziak und lobt „Piccolino“.

Dass es bei der mittlerweile 7. Reiterrallye nicht nur auf die Leistung des Pferdes, sondern auch auf die des Reiters ankommt, wird bei der letzten Station deutlich.

Vor den Teilnehmern Petra Westphal und Volker Brock stehen sieben Flaschen im Sand – doch welche Flüssigkeit wurde in diese Behälter gefüllt? Das ist hier die Frage. Westphal holt ihren langen Strohhalm heraus, die alle Reiter beim Start bekommen haben, und zielt in den Flaschenhals. Ihr Isländer „Perla“ hält still. „Igitt, richtig eklig“, ruft sie plötzlich und verzieht den Mund.

Obwohl es nicht ihr Geschmack ist, rät das Team richtig: Sauerkrautsaft. Die Beiden sammeln für fünf richtig erkannte Getränke fünf Goldmünzen. Schnell steckt Petra Westphal die Belohnung in das ebenfalls am Start erhaltene kleine schwarze Säckchen. Das Duo hat nun alle Stationen hinter sich und reitet wieder zurück zum Start in Scharbeutz. Während viele schon auf dem Rückweg oder bereits im Ziel sind, fischen Mia Herold (12) und Marisa Sobolewski (13) aus Wulfsdorf an Station eins noch gelbe Qietscheentchen aus der Ostsee. Auch Dagmar Mohr und Sandra Beust sind noch unterwegs. Die Strandrallye ist nicht nur für sie ein Glanzlicht. „Es ist nicht diese typische Turnierreiterei mit Schlips und Kragen. Es sind Allrounder gefragt.“ Und natürlich mache es einfach Spaß.

Die glücklichen Sieger

Bei der 7. Reiterallye des Reitvereins Timmendorfer Strand ging es zwar hauptsächlich um Spaß, doch Sieger gab es trotzdem: Katja Voss-Schulz und Kathleen Engel auf ihren Friesen-Pferden „Monty“ und „Rike“ aus Hamberge gewannen die Rallye mit 24 Punkten. „Die Rallye war sehr lustig. Es gab tolle Stationen“, lobte Voss-Schulz. Schon alleine am Strand zu reiten, war für das Team vom Hof Poggenpohl ein Erlebnis.

Und zahlreiche Reiter fiebern vermutlich schon dem kommenden Ereignis entgegen: „Auch im nächsten Jahr wird es eine Reiterrallye geben“, verspricht die Breitensportbeauftragte des RV Timmendorfer Strand, Ulrike Beithien-Falk.

 Beke Zill

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