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10:37 28.09.2018
Theresa Lamp und ihr „Don Mio“ sind im Reit- und Fahrverein Lensahn aktiv. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Wahrendorf

 Die Decke, die „Don Mio“ vor der kühlen Herbstluft schützen soll, ist neu. Der 18 Jahre alte Wallach hat sie auf dem Landesturnier in Bad Segeberg gewonnen. Natürlich nicht alleine, sondern mit Theresa Lamp. Schon wieder! Das mag so manch ein Reitsport-Fan denken. Und er hat recht. Der Springwettbewerb gefällt dem eingespielten Team. „Irgendwie liegt uns das Turnier. Ich habe hier schon als junge Reiterin gewonnen“, sagt Theresa Lamp.

Theresa Lamp tritt seit Jahren bei Turnieren an. Dieses Bild entstand 2010. Quelle: Sebastian Rosenkötter

Dass die 27-Jährige aus Wahrendorf (Gemeinde Lensahn) so erfolgreich ist, hat mehrere Gründe. Als Fünfjährige – so erzählt es ihr Vater – saß sie erstmals auf einem Shetland-Pony. Seitdem ist sie infiziert, reitet täglich. Aktuell wird sie von Jan-Philipp Schultz aus Böbs trainiert. „Er hat einen großen Einfluss. Was er sagt, hat Hand und Fuß“, lobt Theresa Lamp.

Dass der Reitsport für die junge Frau weit mehr als ein Hobby ist, wird im Gespräch mit ihr schnell deutlich. Wenn sie von „Don Mio“ redet, beginnen ihre Augen zu leuchten. Auf ihrem Gesicht liegt ein Dauerlächeln. Die innige Beziehung zu dem Tier, dass sie als 13-Jährige bekam, wird deutlich sichtbar. „Es ist wie das eigene Baby, das man groß gezogen hat. Wir haben ein ganz tiefes Vertrauen zueinander“, sagt die gelernte Kauffrau im Gesundheitswesen.

Die Beziehung zwischen „Don Mio“ und Theresa Lamp wurde in der Vergangenheit immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Besonders schlimm war es vor drei Jahren. „Er war so krank, ich habe gedacht, dass wir ihn in der Klinik lassen müssen. Er hatte starkes Asthma“, beschreibt sie die Situation. Jedoch habe sich „Don Mio“ als unglaublicher Kämpfer entpuppt. Nach monatelanger Behandlung war er wieder fit und erlebt in diesem Jahr eine sportliche Hochzeit. Fast jedes Wochenende war Theresa Lamp mit ihm auf Turnieren. Gemeinsam gewannen sie das Amateur-Springen beim Derby in Hamburg. „Er ist in top Form“, sagt Lamp. Doch ist „Don Mio“ schon 18 Jahre alt. Wie lange er noch auf dem gegenwärtigen Niveau unterwegs sind wird, ist unklar.

Sollte er irgendwann einmal kürzertreten müssen, wird die Springreiterin mit „Quie ' Coeur de L'amour“ antreten. Der junge und manchmal durchaus wilde Wallach ist vier Jahre alt und lebt erst seit diesem Sommer auf dem Hof von Familie Lamp. „Er kommt aus Wangels, war ein Pferd, was zuvor nicht geritten wurde. Man konnte sich anfangs nicht drauf setzen“, sagt die 27-Jährige. Dank vieler Trainingseinheiten habe er schnell gelernt und schon erste Turniererfahrungen gesammelt. Wenn alles optimal läuft, könnte sich in den kommenden Jahren sogar ein Traum von Theresa Lamp erfüllen. „Ich möchte mit dem Kleinen gerne in Neumünster reiten“, verrät sie. Dort steigen jährlich die VR Classics, ein internationales Spring- und Dressurreitturnier.

Theresa Lamp mit "Don Mio" (r.) und "Quie ' Coeur de L'amour" Quelle: Sebastian Rosenkötter

Einen anderen Traum hat sie sich bereits erfüllt. Mit „Don Mio“ ging sie vier Mal bei der 2016 abgeschafften Baltic Horse Show in Kiel an den Start. „Turniere sind toll. Wenn du gut bist, ist es eine Bestätigung für einen selbst“, sagt die Reiterin. Doch all das sei eben nur mit super Pferden und einer Familie, die sie stets unterstütze, möglich.

Sebastian Rosenkötter

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