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Restriktionen: Ostholsteins Wassertourismus wehrt sich

Eutin Restriktionen: Ostholsteins Wassertourismus wehrt sich

Die Branche rückt enger zusammen – Neue Magazine für Skipper und Surfer vorgestellt.

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Kiten wie hier auf Fehmarn wird immer beliebter. Die Touristiker setzen auf Information und Lenkung statt auf Verbote.

Quelle: Nicole Ehm

Ostholstein. gilt als Deutschlands Kreis mit dem intensivsten und vielseitigsten Wassersport-Angebot. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber Jens Meyer von der für die Tourismusförderung auf Kreisebene zuständigen Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh) schätzt, dass mindestens jeder fünfte Euro, der mit Urlaubern und Gästen umgesetzt wird, auf den Wassersport entfällt. Angesichts dieser Bedeutung rückt die Branche enger zusammen.

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Die Branche rückt enger zusammen – Neue Magazine für Skipper und Surfer vorgestellt.

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„Wir müssen mit einer Stimme sprechen und als Einheit stark sein“, sagte gestern der Heiligenhafener Manfred Wohnrade, Vorsitzender des Hafennetzwerks „Baltic Sailing“, mit Blick auf das geplante Angelverbot des Bundes im Fehmarnbelt und die Einschränkungen des Landes beim Surfen und Kiten. Anlass war die Vorstellung der beiden neuen Wassersport-Broschüren für die Saison 2016. Das „Bord-Magazin“ mit Hafenführer wendet sich an Skipper, „Ride“ an Surfer, Kiter und Stand-up-Paddler. Beide Broschüren entstanden in Zusammenarbeit von Baltic Sailing und Egoh. Sie werden kostenlos in einer Auflage von 20000 (Ride) und 10000 (Bord-Magazin) Exemplaren an Wassersportler abgegeben.

Der Bootstourismus hat die mit Abstand größere Bedeutung. Von den etwa 700 Anbietern und Dienstleistern im Wassertourismus entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste leben über 540 von den Seglern und Motorbootfahrern. Doch Surfer, Kiter und Paddler holen auf. Bei jungen Leuten boomen diese Trendsportarten, während der Bootstourismus eher stagniert.

„Wir haben keine Rückläufe, aber auch keinen großen Aufschwung“, so Wohnrade. Grundsätzlichen Bedarf für weitere Liegeplätze sieht er aktuell nicht, eher gehe es um Qualitätsverbesserung. Vor allem werde ein attraktives Hafenleben immer wichtiger. Dazu gehörten auch Angler und Surfer. Baltic Sailing – zum Netzwerk zählen 17 Häfen im Kreis – verstehe sich deshalb immer mehr als Anlaufstelle des Wassersports, die auch andere Akteure einbindet. Ziel sei eine gemeinsame Vermarktung und Interessenvertretung.

Landrat Reinhard Sager (CDU) machte sich für Wassersport im Einklang mit der Natur und „ohne erhobenen Zeigefinger“ stark. Selbstverständlich müsse es Verhaltensregeln geben. „Aber wir wollen das in Übereinstimmung mit den Surfern machen“, betonte Sager. Bislang funktioniere das „ganz, ganz überwiegend einwandfrei“, lobte er die Wassersportler.

Das zum zweiten Mal erschienene Heft „Ride“ hilft dabei. Es informiert mit über 30 Detailkarten über die Surf-Spots an der Ostsee, gibt einen Überblick über neue Trends wie das SUP-Yoga, stellt Sportler und Quartiere („Brett & Breakfast“) vor, verweist auf Partys und Surfevents „Wir wollen nicht nur die Könner der Surf-Szene ansprechen, sondern auch Einsteiger“, erklärte die für die Redaktion verantwortliche Sandra Belka.

Die Partnerhäfen von Baltic Sailing bieten zur Landesgartenschau in Eutin mit dem Autovermieter Avis einen besonderen Service an. „Vom Boot direkt ins Blütenmeer“, heißt das Angebot, bei dem es direkt im Hafen einen Leihwagen mit vergünstigter LGS-Karte gibt. pet

Als Druck und zum Download

Beide Hefte , das Bord-Magazin für Skipper und das Surfmagazin Ride, gibt es überall, wo der Wassersport an der Küste zu Hause ist: in Häfen, an Surfspots, bei Ausrüstern, Geschäften, in der Gastronomie. Das Bord-Magazin und Infos zum Hafennetzwerk sind auch online unter www.balticsailing.de abrufbar. Das Magazin Ride steht unter www.egoh. de zum Download bereit.

LN

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