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Ostholstein Riesige Nachfrage: Kreis sucht 93 Hektar Gewerbeflächen
Lokales Ostholstein Riesige Nachfrage: Kreis sucht 93 Hektar Gewerbeflächen
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21:16 30.08.2018
Kaum noch Platz für Neuansiedlungen: Das Gewerbegebiet der Stadt Oldenburg am Voßberg ist gut gefüllt. Quelle: Fotos: Louis Gäbler, Egoh
Eutin

Die Erschließung neuer Gewerbegebiete gehört zu den Kernaufgaben der Egoh-Geschäftsführer. Das war bei Claus-Peter Matthiensen so, der die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein 20 Jahre lang führte.

„Noch in diesem Jahr soll Gremersdorf an den Start gehen. Jens Meyer Egoh-Geschäftsführer
„Noch in diesem Jahr soll Gremersdorf an den Start gehen. Jens Meyer Egoh-Geschäftsführer

Das ist auch bei seinem Nachfolger Jens Meyer so sein. Am 1. Dezember 2017 übernahm er Matthiensens Job und ist seitdem quasi rund um die Uhr auf der Suche nach geeigneten Flächen – im ganzen Kreisgebiet, vor allem aber entlang der Autobahn Fehmarn–Lübeck.

Im Wirtschaftsausschuss des Kreises unter Vorsitz von Carl-Alexander Struck (CDU) stand Meyer am Mittwochabend den Mitgliedern Rede und Antwort. „Um die Suche nach Flächen in geordnete Bahnen zu lenken, erarbeitet die Egoh ein neues kreisweites Gewerbeflächenkonzept. Es beinhaltet Planungsräume, Potenzialflächen und eine Prognose des Gewerbeflächenbedarfes“, sagte Meyer. Im Kern mündet das Konzept in einer einzigen Zahl: 93 Hektar – also 930000 Quadratmeter – werden bis 2030 benötigt. „Aktuell haben wir gerade mal 55000 Quadratmeter“, bilanzierte er nüchtern. „Es bestehen aktuell Flächenengpässe in Grömitz, Neustadt-Sierksdorf sowie im gesamten Lübecker Umland.“ Anfang April wurde deshalb das Hamburger Büro Georg Consulting mit der Fortschreibung des bisherigen Gewerbeflächenkonzeptes beauftragt. Mitte April fand ein erster Auftaktworkshop mit Vertretern der Kommunen im Gewerbezentrum Oldenburg statt. Das Folgekonzept beinhaltet nunmehr vier Bausteine.

• Baustein 1: Erfassung der Planungsansätze Akteure (Kommunen, Egoh, Kreis, sonstige Initiativen wie Baltic FS)

• Baustein 2: Darstellung der potenziellen Entwicklungsflächen

• Baustein 3: Prognose der Gewerbeflächennachfrage bis 2035 – kreisübergreifend und regional

• Baustein 4: Kommunikation und Präsentation der Ergebnisse (in den Kommunen und im Ausschuss für Planung und Wirtschaft). Die ersten zwei Bausteine sind bisher abgearbeitet.

Doch Meyer und seine Mitarbeiter sind darüber hinaus im Kreis unterwegs, um die Möglichkeiten für neue Gewerbeflächen auszuloten: auf Fehmarn, in Großenbrode, Gremersdorf, Neustadt-Sierksdorf, Ahrensbök, Scharbeutz, Grömitz, Bad Malente-Gremsmühlen, Timmendorfer Strand, Stockelsdorf und in Bosau/Hutzfeld. Oldenburg bietet aktuell Potenzialflächen an der Krösser Chaussee (K 41) und an der Autobahnabfahrt „Oldenburg-Süd“ (B 202) an. Auch sie sollen der Egoh gemeldet werden, um ins Gewerbeflächenkonzept aufgenommen zu werden.

Meyer: „Wir nehmen jetzt die Flächen an, erschließen aber erst wenn die Investoren anklopfen.“

Von Louis Gäbler

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