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Ostholstein Röbels Wehr zieht auf die Streuobstweise
Lokales Ostholstein Röbels Wehr zieht auf die Streuobstweise
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21:14 19.05.2016

Die Freiwillige Feuerwehr Röbel bekommt ein neues Gerätehaus mit Platz für drei Fahrzeuge. Die Gemeindevertretung Süsel gab auf ihrer Sitzung am Mittwochabend einstimmig grünes Licht für den Neubau auf der Streuobstwiese und die dafür erforderliche Aufstellung eines Bebauungsplans. Die Aufträge sollen möglichst noch im September vergeben werden, so dass mit dem Bau im Oktober begonnen werden kann. Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) geht davon aus, dass die Arbeiten 2017 abgeschlossen werden können.

Die Grundfläche für das neue Gebäude mit drei vollwertigen Stellplätzen beträgt 393 Quadratmeter, knapp die Hälfte davon entfällt auf die Fahrzeughalle. Im Dachgeschoss entsteht noch eine zusätzliche Lagerfläche von rund 80 Quadratmetern, so dass sich die gesamte Nutzfläche auf 473 Quadratmeter addiert. Für das neue Feuerwehrhaus stehen gut 645 000 Euro im Haushalt zur Verfügung.

Strittig war zunächst die Notwendigkeit des dritten Garagen-Stellplatzes, den sich die Feuerwehr wünschte. Denn es ist nicht sicher, ob das Zivilschutz-Fahrzeug auf Dauer bleibt. Zur Diskussion stand deshalb auch eine Variante mit zwei Stellplätzen und einem zusätzlichen, fest verschließbaren Carport. Diese Lösung wäre aber nach Angaben des Architekten nur 20000 Euro günstiger gewesen als die jetzt beschlossene. Die Ortswehr Röbel will die Mehrkosten durch Eigenleistungen wie das Fällen von Bäumen auf dem Baugrundstück oder Maler- und Pflasterarbeiten auffangen.

Ursprünglich sollte das alte Feuerwehrgerätehaus teilweise abgerissen und dann auf 406 Quadratmeter Gesamtfläche erweitert werden. Die Kosten dafür waren auf gut 576 000 Euro veranschlagt worden.

„Wir sparen die Abbruchkosten und erhalten das Gebäude, das wir selbst nutzen oder vermieten können“, erläuterte Bürgermeister Reinholdt, der selbst seit 40 Jahren Mitglied der Feuerwehr Röbel ist, die Vorzüge der jetzigen Lösung.

Die alte Wache verfügt über drei Garagen und eine Wohnung im Obergeschoss. Die Feuerwehrunfallkasse hatte seit langem immer wieder den nicht ausreichenden Standard bemängelt. „Wir standen unter Druck zu handeln“, erläuterte Reinholdt den LN. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich zudem mit der neuen Windenergieplanung der Landesregierung.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht in Schleswig im vergangenen Jahr die alten Regionalpläne für das Aufstellen von Windkraftanlagen für unwirksam erklärt hatte, werden derzeit neue entwickelt. Die Gemeinden haben die Möglichkeit, zu der Planung auf ihrem Gebiet Stellung zu nehmen. Die Frist läuft am 30. Mai ab. Einstimmig sprachen sich Süsels Gemeindevertreter dafür aus, an der Eignungsfläche bei Kesdorf festzuhalten, weitere Flächen bei Barkau und Gothendorf aber abzulehnen. Dies wäre eine erhebliche Beeinträchtigung angesichts der ebenfalls geplanten 380-kV-Leitung. pet

LN

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