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Ostholstein Rolf Olderog – Die Politik lässt ihn nicht los
Lokales Ostholstein Rolf Olderog – Die Politik lässt ihn nicht los
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20:44 09.01.2018
Zwei, die einander seit Jahrzehnten kennen und schätzen: Peter Harry Carstensen (r.) und Jubilar Dr. Rolf Olderog.
Weissenhäuser Strand

Politisch immer voll auf der Höhe, leidenschaftlich in den Diskussionen, hellwach für aktuelle Anliegen – der Jubilar wurde gestern im „Strandhotel“ mit Lobeshymnen überschüttet. Auch wenn die aktive politische Arbeit im Bund schon zurückliegt, an Aufgaben mangelt es Olderog auch heute nicht. Seine neuen Themen finden sich allerdings mehr auf Kreis- und Lokalebene: Er ist Vorsitzender des Oldenburger Orgelbauvereins, Ehrenvorsitzender des Fördervereins Bildende Kunst Ostholstein, Ehrenvorsitzender der Kreis-CDU und in der Senioren-Union aktiv.

Das tatsächliche Alter ist das eine, das gefühlte das andere: Der langjährige CDU- Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Olderog feierte in Weissenhäuser Strand frisch und munter seinen 80. Geburtstag. Ehrengast und erster Gratulant war Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.

„Ein Engagement, das seinesgleichen sucht“, sagte Peter Harry Carstensen als Festredner vor gut 100 Freunden, politischen Weggefährten und ehemaligen Mitarbeitern. Er skizzierte den Lebensweg des jungen Olderog, der in Hamburg geboren wurde, die Nazi-Zeit auf Fehmarn erlebte, er erinnerte an den aufstrebenden Juristen, der nach dem Staatsexamen politisch aktiv wurde, an dessen Wirken als damals jüngster Abgeordneter des Landtages von 1970 an und im Bundestag in Bonn ab 1980. „Für ihn war es immer eine Ehre und Verantwortung, die Ostholsteiner politisch vertreten zu dürfen“, sagte Carstensen. Viele Themen waren Olderog wichtig, eines ganz besonders: der Tourismus. Er setzte die Einführung eines Tourismus-Ausschusses durch. Hier fanden die Themen der Tourismus-Orte endlich Gehör. Der Hotel- und Gaststättenverband dankte es ihm mit der Verleihung einer Goldmedaille. Immer wieder viel Beifall begleitete auch den unterhaltsamen Rückblick des Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens. Applaus gab es ebenso für die Grußworte des Orgelbauvereins. Vorstandskollege Helmut Schwarze verwies auf den Erfolg, dass unter Olderogs Regie 100000 Euro für eine neue Orgel eingesammelt werden konnten. Ein Thema, das auch Susanne Knees als Bürgervorsteherin der Stadt Oldenburg aufgriff.

Dass Lebenswege über die Jahrzehnte nicht immer gradlinig verlaufen, daran erinnerte Olderogs Sohn Jan Jacob. Rührend berichtete er, dass der Verlust des Abgeordneten-Mandates für die Familie auch ein Gutes hatte – der bis dato häufig abwesende Familienvater war endlich wieder zu Hause. Für die Familie das einschneidendste Ereignis: der Tod der Ehefrau und Mutter vor 17 Jahren. Er zwang Olderog, sein Leben neu aufzubauen.

Im Jahr 2000 erhielt Olderog als erster Ostholsteiner das Große Bundesverdienstkreuz. „Politik ist etwas Wichtiges“, sagte er. „Die Ämter und Funktionen haben mich immer stark gefordert. Als Belastung habe ich die Arbeit aber nie empfunden.“ Ganz bescheiden bedankte er sich bei allen Freunden und Weggefährten für ein bewegtes, reiches und erfülltes Leben.

Von Louis Gäbler

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