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Ostholstein Romantisch, effektvoll und spaßig
Lokales Ostholstein Romantisch, effektvoll und spaßig
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23:09 09.09.2013
Auf dem Weg zum morgendlichen Salut spielten die preußischen Soldaten Militärmusik aus dem 18. Jahrhundert.
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Eutin

Die Erwartungen seiner Macher hat es erfüllt, die vieler Besucher übertroffen: „Vielerley Feierey“, das Fest, das das Wochenende zu einer Zeitreise rund um das Eutiner Schloss ausgerufen hatte, war ein wunderbares Ereignis und beste Werbung für die Stadt. „Auch Händler, Gastronomen, Darsteller, Musiker und Künstler waren zufrieden“, fasst Per Köster, Geschäftsführer der Eutin GmbH, die Reaktionen der Teilnehmenden zusammen. Etwa 15 500 Euro Eintrittsgeld sind in der Kasse. Die Kinder, die kostenfrei auf das Gelände kamen, und jene mitgerechnet, die über eine Gutscheinaktion oder aber über den Weg durch die Absperrungen zum Schloss kamen, sei man damit wieder bei einer Besucherzahl von 20 000, schätzte Köster gestern.

Ein stimmungsvoller Höhepunkt war der späte Sonnabend. Nach einem Tag voll überwältigendem Zuspruch hatte sich vor den Bühnen am Mittelaltermarkt und auf der Wiese der Lustbarkeiten reichlich Publikum zu den Konzerten der Bands „Braagas“ und „Dolmen“ eingefunden. Die Feuershow auf der Kampfwiese, die mit dem elften abendlichen Glockenschlag der Schlossuhr endete, sahen noch etwa 400 Zuschauer. Flackernde Feuerstellen und die erleuchteten Zelte in den Lagern machten die Illusion der Zeitreise perfekt.

Weniger romantisch, aber ebenso effektvoll schickten die Kerls des 21. Infanterieregiments des Generalmajors von Hülsen die Besucher am Sonntagvormittag in den zweiten Tag der „Feierey“. Zwischen dem Salut der Musketen gönnten Tambour und Flötist den Ohren musikalische Erholung. Die Abordnung aus Musketier, Sergeant und Bombadier hatte ihr Lager direkt an der Kampfwiese aufgeschlagen, in Nachbarschaft unter anderem zur Landsknechtrotte „Bundschuh“.

Und so spazierten die Eutiner und ihre Gäste vom 18. ins 16. Jahrhundert und erlebten auf der Kampfwiese hautnah, wie zur Zeit der Bauernkriege gekämpft wurde. In farbenfrohen Uniformen, die Eindruck schinden, aber Orientierung sichern sollten. Großen Spaß hatte das Publikum an beiden Tagen an den Darbietungen des Duos „opus furore“, das dafür energisch „rhythmisches Handgeklapper“ einforderte.

Die als Aragon und Fantoche agierenden Michel Liermann und Michael Braun zeigten sich stolz und schlagfertig: „Wir hatten um Applaus gebeten, nicht um Mitleid!“

Die detailgetreuen aufwendigen Kostüme schmückten die Akteure aller vertretenen Epochen. Die barocke Kleiderpracht der „Société Baroque“ ist nach historischen Vorlagen gefertigt und entsprechend stolz trug die vierjährige Lyssa ihr schönes Gewand. Nicht nur farblich harmonierte die Szenerie im Schlosshof hervorragend mit dem höfischen Habitus des Adels um 1700. Die Vielfalt der Darsteller war in diesem Jahr besonders groß: „Wir haben viele interessante neue Gruppen kennengelernt“, resümiert Per Köster. Dass sich alle wohlfühlten, liege zum einen an der Atmosphäre der Veranstaltung, zum anderen auch an der Aufmerksamkeit, mit der die Organisatoren die Gruppen betreuten. Das kommt gut an: „Wir haben keine Darstellergruppe, die nicht sagt: ,Wir wollen gern wiederkommen.‘“ so Per Köster. Auch für diejenigen, die Waren und Verpflegung anzubieten hatten, hat sich „Vielerley Feierey“ gelohnt. Per Köster geht von einem Umsatz von schätzungsweise 80 000 Euro am gesamten Wochenende aus. Daran werden die Veranstalter mit zehn Prozent beteiligt. Die rundum positive Bilanz wird auch durch vereinzelte Kritik an Absperrungen, blockierten Parkplätzen oder den Eintrittspreisen kaum getrübt: „Wir wundern uns über die Eutiner, die sich darüber mokieren“, sagt Per Köster. Für die nächste Auflage von „Vielerley Feierey“ steht noch kein konkretes Datum.

Generell habe sich der Zwei-Jahres-Rhythmus bewährt, hinsichtlich der Landesgartenschau könnten sich aber auch andere Pläne ergeben. aj/ben

„Wir haben viele interessante neue Gruppen kennengelernt.“


Per Köster, Eutin GmbH

LN

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