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Ostholstein Rosengarten: Sanierung im Sommer
Lokales Ostholstein Rosengarten: Sanierung im Sommer
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22:12 08.09.2017
Das holprige Kopfsteinpflaster Am Rosengarten soll vom kommenden Jahr an Vergangenheit sein. Quelle: Foto: Jabs

Hohe Bordsteinkanten, holpriges Kopfsteinpflaster, dominanter Pkw-Verkehr: Über den Sanierungsbedarf der Straße Am Rosengarten gab es auf der Sitzung des Eutiner Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt keine zwei Meinungen. Der Verwaltungsvorschlag, entgegen der ursprünglich beschlossenen Ablauffolge die Maßnahme „Am Rosengarten/Schlossstraße“ vor den Arbeiten am Marktplatz und der Königstraße in Angriff zu nehmen (die LN berichteten), warf indes Fragen nach den Gründen auf. Entsprechend rege verlief die Diskussion, an deren Ende eine deutliche Mehrheit für den veränderten zeitlichen Ablauf stand. Einzig die SPD sagte mit drei Stimmen „Nein“.

Der Eutiner Marktplatz und die Königstraße sollen 2019 folgen – SPD ist gegen den Termintausch – Bauphase soll für Verkehrsversuch genutzt werden.

Während Heinz Lange (FWE) sich am Weg zum Termintausch störte, das Ergebnis aber befürwortete, genügten der SPD-Fraktion die vorgebrachten Argumente nicht, um den bis dato gültigen Beschluss zu ändern. Karen Dyck, Fachdienstleiterin Tiefbau, berichtete, man sei in Abstimmung mit der Stadtentwässerung und den Stadtwerken, die dieser Variante den Vorzug gäben, und auch mit Blick auf die personellen Kapazitäten im Bauamt zu dieser Vorgehensweise gekommen. In der Peterstraße zeige sich im Bauprozess zudem, dass die Baustellenkoordination sehr aufwendig sei. Dazu heißt es in der Sitzungsvorlage: „Die Straße Am Rosengarten würde hier weniger Vorlauf erfordern (. . .)“.

Für die Arbeiten wird die Straße im Sommer 2018 voll gesperrt, parallel dazu würden Planungen und Ausschreibungen für Markt und Königstraße vorangetrieben. Die Annahme, für diesen Abschnitt liege bereits ein umsetzungsbereites Konzept vor, korrigierte Dyck: „Es gibt keine baureife Ausführungsplanung für den Marktplatz.“

Gabriele Appel (SPD) blieb skeptisch: „Ich habe den Eindruck, es gibt Personalmangel und wir schaffen das anders nicht. Wir sind nach langem, langem Ringen zu diesem Beschluss gekommen. Das ist mir zu viel Hin und Her.“ Dem hielt Dyck entgegen, bei einer solch großen Maßnahme müsse „Flexibilität drin sein“.

Für Matthias Rachfahl (CDU) war wichtig, dass die spätere Verkehrsführung von den baulichen Maßnahmen nicht berührt werde. Die SPD wähnte er angesichts ihrer ablehnenden Haltung im „Vorwahlkampfmodus“. Marcel Kriwet (CDU) regte an, für den undatiert verschobenen Verkehrsversuch zur Verkehrsberuhigung Am Rosengarten die Bauphase zu nutzen. Die Verwaltung wird dazu einen Vorschlag zur Vorgehensweise vorlegen. Vonseiten des Seniorenbeauftragten kam Kritik an der neuen Reihenfolge. „Das heißt ein Jahr länger eingeschränkte Mobilität, denn Markt und Königstraße sind Stolpersteine für die ältere Generation“, sagte Hans Rech.

Als Stolperfalle für die Allianz zwischen CDU und Grünen entpuppte sich die vom Ausschussvorsitzenden Heiko Godow eingebrachte Frage nach versenkbaren Pollern zur Unterbindung von Kraftfahrzeugverkehr im Bereich der Fußgängerzone. Als Reaktion auf einen CDU-Antrag, am Übergang Rosengarten/Königstraße Poller aufzustellen, zeigte sich Christiane Balzer (Grüne) überrannt: „Ich fühle mich überfahren, das sollte erst in den Fraktionen beraten werden.“ Dies verhallte nicht nur ohne große Resonanz, Godow brachte zudem die Einfallstraßen von Lübecker und Albert-Mahlstedt-Straße zum Markt durch die Abstimmung, bei der dann nur FWE und FDP mit Nein votierten.

Astrid Jabs

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