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Rosengarten-Test: Chance oder Chaos?

Eutin Rosengarten-Test: Chance oder Chaos?

Kontroverse Diskussion mit rund 100 Zuhörern über geplante Änderung der Verkehrsführung in Eutin.

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Infos von Professor Herbert Staadt (l.) und Diskussion unter der Leitung von Bauamtschef Bernd Rubelt (vorn, stehend): Rund 100 Eutiner hatte das Thema Rosengarten in den Bauamtssaal gelockt.

Eutin. „Was muss man tun, um den Bauamtssaal zu füllen?“, fragte Hausherr Bernd Rubelt angesichts des großen Zulaufes am Montagabend, um die Antwort selbst zu geben: „Über Stadtsanierung oder Verkehr reden.“ Tatsächlich überraschte das Interesse an der Anwohnerversammlung zur Testphase einer Sperrung eines Teiles der Schlossstraße und der Straße Am Rosengarten nach den Diskussionen im Vorfeld nicht.

Einführend referierte Professor Herbert Staadt zu Voraussetzungen und geplantem Ablauf der Maßnahmen und ordnete diese in den Gesamtzusammenhang von Stadtsanierung und -entwicklung ein. Der Verkehrsplaner schlägt vor, zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs, dessen Anteil laut Zählung bei 43 Prozent liege, für die Zufahrt in Richtung Am Rosengarten in Höhe des Überganges Stolbergstraße/Schlossstraße eine Sperrung vorzunehmen. Parallel dazu soll die Einbahnstraßenregelung für die Straße Am Rosengarten und auch für die Stolbergstraße und die Lübecker Straße aufgehoben werden, so dass in Verbindung mit dem Jungfernstieg eine Ringstraßenführung entsteht. Ziel ist eine erhöhte Aufenthaltsqualität am Rosengarten und eine Aufwertung des Fußgängerverkehrs gegenüber den Pkw im Stadtzentrum.

Im Anschluss an die Präsentation des Konzeptes hatte Bauamtsleiter Bernd Rubelt eine Diskussion zu strukturieren, die trotz der spürbaren Emotionalität, die das Thema hervorruft, vergleichsweise selten die Ebene des sachorientierten Disputs verließ. Zur Sprache kamen Sorgen der Anwohner der Stolbergstraße bezüglich einer Zunahme des Verkehrs dort; die Auswirkungen auf den Schlossplatz und die Albert-Mahlstedt-Straße wurden ebenso problematisiert wie die Folgen für die (Schulweg-)Sicherheit in der Elisabethstraße. Staadt beantwortete Fragen, erörterte Wechselwirkungen zwischen Verkehrsaufkommen und Einbahnstraßen und verwies, wo konkrete Konsequenzen (noch) nicht absehbar sind, auf den Test-Charakter der Sperrung.

Dass er für manch geschilderte Situation die empfundene Dramatik der Betroffenen nicht teilen mochte, sorgte indes mehrfach für Unmut. So rief die Streichung von 40 Stellplätzen in den betroffenen Straßen wie schon im Stadtentwicklungsausschuss einige Geschäftsleute auf den Plan, die ihre Forderung nach mehr Parkfläche wiederholten und sich anderenfalls in ihrer Existenz gefährdet sehen. Den mehrfach als Vorbedingung genannten „rückwärtigen Parkraum“ gebe es mit dem Stadtgraben bereits, hielt Staadt dem entgegen und verwies auf Vorschläge seines Büros, wonach dort durch eine Neuordnung ein Zugewinn von 60 Plätzen möglich sei.

Die am Rosengarten ansässigen Kaufleute und Geschäftsinhaber waren unterschiedlicher Ansicht. Die Inhaber des Sonnenstudios, Knut Ehlers, und des Secondhand-Ladens, Marco Koschinat, befürchteten durch den Wegfall von sechs Stellplätzen in der Straße und den ausbleibenden Durchgangsverkehr Umsatzeinbußen. Für diesen Fall kündigte ihr Vermieter, Bertold Brattig, Entschädigungsforderungen an.

Juwelier Dieter Schönke dagegen sieht im motorisierten Verkehr keinen Gewinn: „Der Durchgangsverkehr, der uns dort belastet, ist unerträglich und bringt für uns Geschäftsleute gar nichts“, betonte er.

Auf jeden Fall vom Tisch ist laut Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz die Planung, die Testphase während der Landesgartenschau laufen zu lassen. Eine endgültige Entscheidung wird am 4. Februar im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt fallen. Die Diskussionen aber, das steht außer Frage, sind damit längst nicht beendet.

„Der Durchgangsverkehr ist unerträglich und bringt für uns Geschäftsleute gar nichts.“
Dieter Schönke, Juwelier

Astrid Jabs

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