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Ostholstein Rund um die Uhr für Notfälle gerüstet: Von ungewöhnlich bis spektakulär
Lokales Ostholstein Rund um die Uhr für Notfälle gerüstet: Von ungewöhnlich bis spektakulär
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15:08 14.08.2016
Bei jedem Wetter raus: Die Männer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) stehen für selbstlosen Einsatz. Quelle: hfr
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Ostholstein

Rund um die Uhr für den Notfall gerüstet, bei jedem Wetter raus auf die See: Die Männer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) stehen für selbstlosen Einsatz. Gebrochene Ruder, gebrochene Masten, Motorschäden und Krankentransporte – das sind die kleineren Hilfsleistungen. Es geht auch spektakulärer:

• Einen dieser eher ungewöhnlichen Einsätze gab es im September 2008: Die MS „Sven Johannsen“ aus Travemünde klemmte mit 80 Passagieren an Bord unter der Grömitzer Seebrücke fest. Bei östlichen Winden der Stärke vier bis fünf war das Fahrgastschiff auf der Nordseite der Seebrücke erst auf Grund gefahren und hatte sich dann mit dem Heck einen Meter unter die Seebrücke geschoben.

Eine Routineaufgabe war das Manöver für die DGzRS- Retter nicht. Doch zum Glück ging alles gut aus. Außer ein paar heftigen Dellen und Schrammen am Heck gab es keine Verletzten.

• Spektakulär war der Brand der Litauen-Fähre „Lisco Gloria“ im Oktober 2010. Ihr Name steht heute für einen der größten Schiffsbrände der Nachkriegsgeschichte auf der Ostsee. Die Fähre, die zwischen Kiel und Klaipeda verkehrte, geriet am 9. Oktober 2010 in Brand. Dutzende Schiffe eilten zu Hilfe. Wie durch ein Wunder konnten alle – 204 Passagiere und 32 Besatzungsmitglieder – gerettet werden.

Tipps der DGzRS für Wassersportler

• Eine Person an Land sollte alle Infos zum Ausflug haben.

• Planen Sie jede Fahrt akribisch mit Sicherheitseinweisung der Crew und vollständiger Ausrüstung. Boot und Motor sollten gewartet sein. Prüfen Sie vorab Wetterdaten, nehmen Sie aktuelle Seekarten mit. Kontrollieren Sie regelmäßig die Windrichtung.

• Jeder muss eine passende Rettungsweste tragen. Auch an Bord: Seenotsignalrakete, Handfackeln bzw. Rauchsignale, Feuerlöscher und -decken.

• Kommunikationsgeräte sind überlebenswichtig, zum Beispiel ein wasserdichtes Mobiltelefon mit GPS. Speichern Sie die Nummer der Seenotleitung Bremen: ☎ 0049421536870.

• Treibt ein herrenloses Kite auf dem Wasser, kann eine auf Board und Segel notierte Mobilnummer helfen zu klären, ob der Besitzer schon an Land ist.

• Broschüre „Sicher auf See“ online auf www.seenotretter.de.

Stefanie Schlemmer und Louis Gäbler

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