Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Runderneuerung für die Peterstraße
Lokales Ostholstein Runderneuerung für die Peterstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:25 17.11.2016

„Wenn die Stadt die Oberflächen anfasst, dann ist es geboten nachzusehen. Ansonsten würden wir da kurzfristig nicht rangehen. Taktgeber ist die Stadtsanierung.“

 

Pflaster und Untergrund der östlichen Peterstraße bergen reichlich Diskussionsstoff. FOTOS: ASTRID JABS
Pflaster und Untergrund der östlichen Peterstraße bergen reichlich Diskussionsstoff. FOTOS: ASTRID JABS

„Wir werden nur tätig, weil die Oberfläche angefasst wird.

Boris Sobotta, Stadtentwässerung

Diese Worte stellte Marc Mißling, Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin, den Ausführungen des Leiters der Stadtentwässerung, Boris Sobotta, und des technischen Leiters der Stadtwerke, Christian Kulessa, voran. „Sachstandsbericht zur Kanalbaumaßnahme 2017 – Östliche Peterstraße“ lautete der Tagesordnungspunkt, zu dem die Vertreter der Städtischen Betriebe im Eutiner Bauausschuss vortrugen.

Eutins Flaniermeile solle ein neues, frisches Gesicht bekommen.

Der Start für die Bauarbeiten werde im Mai 2017 sein, heißt es von der Stadt. „Dazu werden die Fahrbereiche mit Naturgroßsteinpflaster mit einer gesägten und geflammten Oberfläche hergestellt. Die Pflastersteine sind größtenteils aus dem Bestand und werden wiederverwertet. Das historische Ambiente bleibt so erhalten und die Begehbarkeit verbessert sich entscheidend. Die umliegenden Flächen werden durch Klinker befestigt. Die Randbereiche an den Fassaden werden mit Mosaikpflaster angeglichen", heißt es weiter.

Sobotta nahm den Ansatz des Geschäftsführers auf: „Wir werden hier ausschließlich tätig, weil die Oberfläche angefasst wird.“ Man in der Albert-Mahlstedt-Straße eine neue Vorflut, für die die gerade erst fertiggestellte Überwegung vom „Pro-Talis“-Durchgang in die Peterstraße wieder geöffnet werde. In der östlichen Peterstraße selbst würde aber nicht auf voller Länge in der Tiefe gearbeitet werden. Im Zuge der Kanalarbeiten werden auch die Stadtwerke Hausanschlüsse erneuern und den Breitbandausbau vornehmen, erläuterte Kulessa. Die Arbeiten werden abschnittsweise erfolgen, beginnend von der Einmündung Stolbergstraße. An der Albert-Mahlstedt-Straße werde man frühestens 2018 anfangen, so Sobotta. Mit Blick auf dem Markt sprach er von einem sensiblen Bereich, der der engen Abstimmung mit den Gewerbetreibenden bedürfe.

Mit Marcus Gutzeit, Inhaber des „Brauhauses“, war einer der Geschäftsleute anwesend. Die Einschätzung, dass man maximal erst mittelfristig an die Abwasserrohre und Leitungen herangegangen wäre, war für ihn ebenso Bestätigung wie für Stadtvertreter Heinz Lange (FWE): „Die Stadt hat immer behauptet, der Ausbau erfolge wegen der Leitungen – aber es ist andersrum.“ Für Gutzeit sind die Arbeiten mit Existenzangst verknüpft. Über Verschönerungsmaßnahmen und bessere Zuwegungen könne man natürlich reden, aber: „Wir sind kein Sanierungsfall“, beharrt er. Arbeiten in der Tiefe, für die die 20 Zentimeter dicke Betonschicht unter den Pflastersteinen aufgebrochen werden müsste, wären lärmintensiv und würden das Risiko von Schäden an den Häusern bergen, meinte Lange. „Hände weg von der Betonschicht“, ist dann auch die Forderung von Gutzeit. aj

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige