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Ostholstein Sammlung mit Übergrößen im Überfluss
Lokales Ostholstein Sammlung mit Übergrößen im Überfluss
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10:07 03.05.2016
Barbara Meyer-Tauffmann (rechts) und Karin Woltersdorf arbeiten regelmäßig und ehrenamtlich in der Kleiderkammer in Pönitz. Hier sortieren sie einen ganzen Schwung Gürtel ein. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen
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Pönitz

Die Damen aus der Kleiderkammer in Pönitz ahnten es schon: Der Winter bleibt länger als gewünscht und gibt dem Frühjahr erst sehr spät eine Chance. Beim großen Umräumen packten sie Anfang des Jahres deshalb nicht alle Wintersachen in Kartons. Einige Jacken, Mäntel und Hosen behielten sie im Angebot. Und das war gut so, denn warme Kleidungsstücke sind in diesen Wochen eher gefragt als dünne Blusen und kurze Hosen.

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Barbara Meyer-Tauffmann (rechts) und Karin Woltersdorf arbeiten regelmäßig und ehrenamtlich in der Kleiderkammer in Pönitz. Hier sortieren sie einen ganzen Schwung Gürtel ein.

Eingang hinten am Haus

Die Kleiderkammer in Pönitz ist regelmäßig dienstags zwischen 10 und 13 Uhr geöffnet.

Untergebracht ist sie im ehemaligen Sportlerheim an der Ahrensböker Straße. Der Eingang liegt an der Rückseite des Hauses.

Seit November vergangenen Jahres ist die einzige Kleiderkammer in der Gemeinde Scharbeutz im ehemaligen Sportlerheim an der Ahrensböker Straße in Pönitz untergebracht. Es gab einen Umzug, nachdem der für die Kleiderkammer reservierte Raum im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Scharbeutz aus den Nähten platzte. In Scharbeutz wurden hauptsächlich Flüchtlinge und Asylbewerber — Männer, Frauen, Kinder und Babys — mit Kleidung versorgt. In Pönitz sind auch deutsche Kunden sehr willkommen.

„Hier hat uns die Gemeinde Scharbeutz dieses ehemalige Sportlerheim zur Verfügung gestellt. Allerdings wissen wir nicht, wie lange wir bleiben können“, berichteten die beiden Gleschendorferinnen Karin Woltersdorf (76) und Barbara Meyer-Tauffmann (66). Sie wurden durch die Initiative der Gleschendorfer Kirchengemeinde auf diese ehrenamtliche Tätigkeit aufmerksam.

Meistens werden blaue Säcke voller Kleidung angeliefert. Alles das wird erst einmal genau unter die sprichwörtliche Lupe genommen. „Wir bieten nur saubere und heile Kleidung an.“ Inzwischen gibt es nicht nur Oberbekleidung, sondern auch Schuhe, Unterwäsche, Handtücher, Taschen, Gürtel, Spielzeug und sogar Kindersitze. An manchen Teilen baumeln sogar noch die Preisetiketten. Sie sind also noch nie getragen worden.

„Wir bieten alles nicht nur den Flüchtlingen, sondern allen Bedürftigen an“, berichtet das Kleiderkammer-Team. Ihm gehören auch Annika Moser, Grit und Max Röhr, Evi Schoeneck-König und Bärbel Jung-Hesse an. Sie alle freuen sich auch über deutsche Kunden in der Kleiderkammer. Der erste Einkauf ist für sie kostenfrei, bei weiteren Besuchen ist ein Berechtigungsschein mitzubringen, und pro Stück muss ein kleiner Obolus gezahlt werden. Jacken kosten beispielsweise zwei Euro, T-Shirts lediglich 50 Cent. „Im Moment haben wir hier Damen- und Herren-Kleidung in großen und in Übergrößen im Überfluss“, berichteten Karin Woltersdorf und Barbara Meyer-Tauffmann.

Von Christina Düvell-Veen

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