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Sana baut neue Intensivstation für neun Millionen Euro

Oldenburg Sana baut neue Intensivstation für neun Millionen Euro

Ein Flügel der Oldenburger Klinik wird abgerissen — der Neubau soll in zwei Jahren fertig sein, die Patientenversorgung ist dem Geschäftsführer zufolge nicht vom Umbau beeinträchtigt.

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Besuch auf der Baustelle im alten Bettenhaus der Klinik: André Stoschus, Jutta Bestgen (beide Sana) und Architekt Uwe Fischer (v. l.).

Quelle: Fotos: Binder

Oldenburg. Die Oldenburger Sana Klinik baut eine neue Intensivstation. Teile des alten Bettenhauses werden dafür abgerissen; in zwei Jahren soll der neue Anbau fertig sein. Rund neun Millionen Euro werden in das Vorhaben investiert; die Hälfte schießt das Land zu. Der laufende Betrieb kann laut Sana- Geschäftsführer André Stoschus während der Arbeiten in gewohnter Weise fortgesetzt werden: Die entsprechenden Bereiche seien bereits ausgelagert worden, die Patientenversorgung werde nicht beeinträchtigt, versichert er.

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Besuch auf der Baustelle im alten Bettenhaus der Klinik: André Stoschus, Jutta Bestgen (beide Sana) und Architekt Uwe Fischer (v. l.).

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Die Maßnahme ist Teil eines insgesamt 30 Millionen Euro teuren Programms zur Modernisierung der Klinik, in dessen Rahmen zum Beispiel bereits das Ärztehaus und das neue Bettenhaus entstanden sind.

Für den Intensivbereich soll im geplanten Neubau künftig eine fast dreimal so große Fläche zur Verfügung stehen wie bisher. Die jetzige Raumaufteilung sei nicht mehr zeitgemäß, erklärt Jutta Bestgen, Unternehmensleiterin Pflege und Service. Mit Blick auf die medizinischen Gerätschaften gestalte sich die Situation zunehmend beengt. In Zukunft soll genug Platz für Neuanschaffungen wie zum Beispiel zwei zusätzliche Beatmungsgeräte sein.

Die Bettenzahl wird derweil nur von 13 auf 16 aufgestockt. Durch den Umbau werde die Klinik insgesamt nicht wesentlich größer, erklärt Uwe Fischer vom Kieler Architekturbüro Schnittger, das schon die vorangegangenen Arbeiten begleitet hat. Das Ziel sei es, durch eine Neustrukturierung die Qualität der medizinischen Versorgung zu steigern. So soll im Erdgeschoss des Neubaus eine separate Aufnahmestation für Patienten eingerichtet werden, die einen Termin haben. Wer auf einer Trage hereingeschoben werde, wolle vielleicht nicht gerne von Wartenden beobachtet werden — der Anblick eines Notfallpatienten wiederum könne Menschen aus dem Konzept bringen, die wegen einer anstehenden Untersuchung möglicherweise ohnehin schon nervös seien, so Fischer. Deshalb sei es sinnvoll, die beiden Bereiche räumlich voneinander zu trennen.

Die Intensivstation im ersten Stock soll durch einen Brückenbau mit dem Haupthaus verbunden werden. So würden kurze Wege zur Notaufnahme wie beispielsweise auch zur Röntgenabteilung geschaffen, erläutert der Architekt.

Optisch solle mit dem Neubau die bisherige Linie fortgeführt werden, so Fischer: Die Gestaltung solle „farbenfroh und freundlich, aber nicht bunt“ werden. Da der zweigeschossige Neubau deutlich niedriger werde als das aktuelle Gebäude mit seinen vier Stockwerken, werde er sich zudem „besser ins Oldenburger Stadtbild einfügen“.

Das ehemalige Bettenhaus wird zurzeit bereits entkernt; die Abrissarbeiten sollen voraussichtlich in der zweiten Februarwoche beginnen. Ein Umbau im laufenden Klinikbetrieb berge natürlich zusätzliche Herausforderungen, gibt Sana-Geschäftsführer Stoschus zu. Alle Angebote und Leistungen für die Patienten blieben jedoch bestehen — lediglich im administrativen Bereich müsse man für die Bauzeit „ein bisschen zusammenrücken“.

Mehr Platz für die Patientenversorgung
3200 Quadratmeter Fläche sollen insgesamt im Neubau zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss entsteht eine Aufnahmestation für Patienten mit Termin, im ersten Stock wird die Intensivstation samt weiterer Spezialbereiche eingerichtet. Im zweiten Stock soll Technik untergebracht werden. In zwei Jahren sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Jennifer Binder

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