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Ostholstein Sanierung der Grömitzer Welle schlägt hohe Wellen
Lokales Ostholstein Sanierung der Grömitzer Welle schlägt hohe Wellen
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00:00 19.10.2012
Ostholstein

Die angestrebte Sanierung und der Umbau des Erlebnisbades Grömitzer Welle schlägt schon vor Beginn der Bauarbeiten Anfang Januar hohe Wellen. Denn zum einen kommt Kritik von den Urlaubsgästen und zum anderen gab es große Unruhe unter den 25 Mitarbeitern des Bads. Das Personal fühlte sich offenbar akut von Kündigung bedroht, wenn das Bad während der Sanierung für 14 Monate komplett geschlossen wird. Rolf Künzel, 1. Vorsitzender des Dehoga-Ortsverbandes (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband), ist eigentlich guter Hoffnung. „Die Welle wird durch die Sanierung noch attraktiver. Es ist gut, dass sie modernisiert wird. Ich glaube nicht, dass dadurch im kommenden Jahr weniger Gäste nach Grömitz kommen. Unsere Besucher verstehen die Situation.“ Doch bei einem Besuch in der Welle zeichnet sich ein anderes Stimmungsbild ab. So sagt Alexander Neufeld (32) aus Espelkamp: „Ich bedauere die Schließung, gerade im Winter. Im Sommer komme ich auch ohne Hallenbad aus, aber im Herbst und Winter?“ Und Walter Adams aus Bremerhaven fügt an: „Diese Sanierung kann durchaus meine Urlaubsplanung für 2013 negativ beeinflussen. Ich verreise oft im Herbst, da genieße ich ein solches Angebot. In diesem Fall muss ich dann wohl ausweichen.“Der Leiter des Bads, Thomas Radge, hält dem entgegen, dass das Bad nicht zeitgemäß sei. „Wir brauchen eine Gastronomie und ein Saunaland“, sagt er. Der 51-jährige Vater von drei Kindern blickt auf turbulente Tage zurück. Denn, so berichtet er, nach 15 Jahren in der Welle sollte ihm und den Kollegen gekündigt werden. „Mir wurde in einem persönlichen Gespräch eröffnet, dass ich mit der Kündigung rechnen müsse.“ An dieser Stelle sei der Personalrat mit Nachdruck aktiv geworden. Daraufhin habe Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos) zu Radges Erleichterung grünes Licht für die Weiterbeschäftigung gegeben. Tourismus-Chef Olaf Dose-Miekley betont indes: „Wir können im öffentlichen Dienst rein tarifrechtlich überhaupt keine Kündigungen aussprechen.“ Der zweite Geschäftsführer Karl-Heinz Stein widerspricht Radge zudem: „Es ist niemandem gesagt worden, dass irgendjemand entlassen wird.“ Unterdessen ist noch gar nicht sicher, ob es überhaupt bereits Anfang 2013 zum Umbau der Grömitzer Welle kommt. Denn das Projekt ist gekoppelt an das Hotelprojekt Grömitzer Mitte. Das „a-ja Resort“, eine Vier-Sterne-Herberge, soll nach Grömitz kommen (die LN berichteten). Doch der Investor bat um planerische Fristverlängerung bis zum 30. November, um trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage auf dem Weltmarkt das Hotel inklusive Parkplatzebene mit 65 Stellplätzen realisieren zu können und somit auch vertragskonform zu agieren. Bernd Ruschmeyer vom Investor Deutsche Immobilien AG sagt: „Wir arbeiten fieberhaft an einer Lösung, können aber jetzt noch keine Tendenz absehen.“ Wenn das Hotelprojekt abgesagt wird, würde das auch die Sanierung verschieben. Dose-Miekley: „Kommt das Hotel nicht, wird die Grömitzer Welle auch nicht ab 7. Januar geschlossen. Eine Sanierung wäre dann erst 2014 fällig.“

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