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Ostholstein Vogthaus wird saniert
Lokales Ostholstein Vogthaus wird saniert
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19:39 27.09.2018
Sie sind froh, dass es beim Vogthaus an den Torhäusern vorangeht (v. l.): Bürgermeister Carsten Behnk, Bauamtsleiter Henning Schröter, Jörg Schumacher, Manager der Sparkassen-Stiftungen, Jens Teichert von der Bürgerstiftung und Architekt Kai Skalawski. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Es hat lange gedauert, bis es überhaupt losging. Seit Ende August sind schon enorme Fortschritte zu sehen: Das Vogthaus in Eutin, vor den Torhäusern am Eingang zum historischen Bauhof gelegen, wird endlich saniert. Mit der Fertigstellung wird zum Sommer 2019 gerechnet. 800 000 Euro soll die Wiederherrichtung insgesamt kosten. Zwei Drittel davon erhält die Stadt von Land und Bund.

Schon zur Landesgartenschau hatte die Fachwerkkate fertig sein sollen, doch der Fördermittelbescheid ließ auf sich warten. Ende 2016 waren im Maßnahmenplan der Stadt für die Sanierung des Vogthauses und der Nebengebäude knapp 640 000 Euro aufgeführt gewesen, Ende 2017 waren schon 724 000 Euro vermerkt. Die verstrichene Zeit und die ausgelasteten Handwerksbetriebe trieben die Kosten in die jetzige Höhe. „Wir sind froh, Firmen gewonnen zu haben, die kompetent sind“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) bei einem Ortstermin.

Anfang Oktober wird das Reet abgenommen

Das Gebälk des Hauses muss weitgehend ausgetauscht werden: Feuchtigkeit, Holzwurm und Holzbockkäfer haben ihm zugesetzt. „Eine Ecke des Gebäudes ist abgesackt“, berichtet Bauamtsleiter Henning Schröter. Nachdem die Steine aus ihren Fächern genommen worden sind, können die Eichenbalken dort mit einem hydraulischen Verfahren in mehreren Schritten zentimeterweise angehoben werden. Die Mauersteine werden gereinigt und, sofern intakt, wiederverwendet. „Für die Statik müssen auch noch zwei, drei Stahlträger eingezogen werden“, erläuterte Architekt Kai Skalawski. Anfang Oktober wird das Haus eingerüstet und das alte Reet abgenommen.

Sobald der Dachstuhl ausgebessert ist, erfolgt die Neueindeckung. Bei allen Arbeiten lauern noch Überraschungen. „Entdeckt wurden zum Beispiel schon eventuell zu erhaltende Innenwände, „das wird auf die Nutzer zukommen“, sagte Schröter. Diese waren ebenfalls vor Ort: Jörg Schumacher für die Stiftungen der Sparkasse, und Jens Teichert für die Bürgerstiftung Ostholstein. Das Vogthaus soll künftig als „Haus der Stiftungen“ zum außerschulischen Lernort werden. In der Kate soll außerdem ein Stipendiat der Eutiner Landesbibliothek wohnen. Nach den Vorstellungen des Bürgermeisters sollen Vogthaus, Torhäuser, Opernscheune, das benachbarte Schloss und die geplante Jugendherberge einen Kultur-Hotspot bilden.

So laufen die Arbeiten am Vogthaus am historischen Bauhof.

Ulrike Benthien

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