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Ostholstein Sanierung kostet knapp drei Millionen
Lokales Ostholstein Sanierung kostet knapp drei Millionen
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21:14 19.09.2016
Ende der 1960er-Jahre wurde es errichtet: Das „Haus des Gastes“ ist seit Jahren ein Zankapfel. Quelle: Fotos: Lutz Roeßler

Eine Sanierung des „Hauses des Gastes“ an der Eutiner Stadtbucht soll 2,84 Millionen Euro kosten. Diese Summe nennt das Gutachten einer externen, von der Stadt Eutin beauftragten Fachfirma. Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) und Bernd Rubelt, Leiter des Fachbereichs Bauen, erläuterten es gestern Abend im Rathaus.

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Gutachten zum „Haus des Gastes“ liegt vor – Favorisierter Termin für Bürgerentscheid: 7. Mai.

„Die verschachtelte Frage legt ein enges Korsett für die Sanierung an.“ Bürgermeister Carsten Behnk

In Auftrag gegeben worden war das Modernisierungsgutachten wegen des initiierten Bürgerbegehrens. Am 11. Juli hatte die Bürgerinitiative „Erhalt und Sanierung Haus des Gastes in Eutin“ der Stadt mitgeteilt, ein neues Begehren anschieben zu wollen. Sehr präzise hatte die BI diesmal ihre Frage formuliert: „Sind Sie dafür, dass das Haus des Gastes in Eutin, Bleekergang 4-6, ganzjährig für Veranstaltungen und als Stätte des Verweilens erhalten bleibt, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Caféteria mit Außenterrasse eingerichtet wird, die Außenanlage, Gebäude und Räume behindertengerecht gestaltet und instandgesetzt werden und die gesamte Anlage dauerhaft instandgehalten wird?“

Aufgrund des Bürgerbegehrens ist die Stadt verpflichtet, die Kosten für die Instandsetzung und Modernisierung zu ermitteln und mitzuteilen. Denn wenn die BI bei den Eutinern Stimmen für das Begehren sammeln will (1312 sind notwendig, damit nach Zulässigkeitsprüfung ein Bürgerentscheid angestrengt werden kann), muss sie ihnen auch die Kosten benennen. Bei den 2,84 Millionen Euro, ermittelt durch ein renommiertes Lübecker Architekturbüro (Riemann Gesellschaft von Architekten), handele es sich um eine Kostenschätzung, betonte Bauamtsleiter Rubelt.

Rund 2,33 Millionen Euro würden für das Haupthaus, 614000 Euro für den Anbau veranschlagt, erläuterte der Bürgermeister. Da die BI die Sanierung für die Adresse Bleekergang 4-6 fordere, umfasse dies auch den Anbau. Wobei dieser aus wirtschaftlicher Sicht eher abgerissen werden sollte, empfiehlt das Lübecker Büro. „Die verschachtelte Frage legt ein enges Korsett für die Sanierung an“, so Carsten Behnk.

Dass die Kosten für Instandsetzung und Modernisierung so hoch ausfallen, hat mehrere Gründe: diverse Mängel am Gebäude; umfangreiche erforderliche Arbeiten, um heute gültige Normen in Sachen Barrierefreiheit und Brandschutz zu erfüllen; die geltenden Energieeinsparverordnungen. Erschwerend käme die Bauweise mit halben Geschossen hinzu, die für das frühere Kurgasthaus erdacht worden war, so Bernd Rubelt.

„Wir haben der BI die Kosten mitgeteilt, sie muss nun überlegen, ob sie Unterschriften bei den Bürgern sammeln will“, sagte Carsten Behnk. Er wolle darauf hin wirken, dass ein möglicher Bürgerentscheid mit der Landtagswahl am 7. Mai zusammengelegt werde. „Ich weiß, dass die Bürgerinitiative es gern eher hätte, werde aber für diesen Termin werben“, betonte er.

Die Bürgerinitiative, die über das erneute Bürgerbegehren und einen weiteren Bürgerentscheid die Sanierung des Haus des Gastes erzwingen will, hatte die Kosten für eine Modernisierung mit rund 500

000 Euro angegeben – die Kostenschätzung stammt vom Architekten Malte Tech, BI-Mitglied und Stadtvertreter der Freien Wähler. Er hält eine hohe Förderfähigkeit für möglich.

ben

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