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Ostholstein „Schallende Ohrfeige für die Rödeldöös“
Lokales Ostholstein „Schallende Ohrfeige für die Rödeldöös“
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10:25 13.10.2016
"Den ,Rödeldöös‘ gebührt Dank.“ Helge Nickel, kreativ + konkret
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Eutin

Nickel sagte, er sei es seit Jahren gewohnt, dass das Verhältnis zwischen Verwaltung und Bürgermeistern einerseits und seiner Firma andererseits „angespannt“ sei: „Eine neue Qualität ist jedoch, dass darunter auch engagierte Bürger leiden müssen.“ Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) hatte in den LN erklärt, wer in Eutin etwas veranstalten wolle, erhalte die gewünschte Unterstützung. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung, halte ich diesen Satz für eine schallende Ohrfeige in Richtung der Eutiner Motorradfahr-Gemeinschaft ,Rödeldöös‘“, so Nickel.

Wie berichtet, hatte die Gemeinschaft nach dem achten Motorradtreffen angekündigt, die Veranstaltung nicht mehr auszurichten. Als Hauptgrund wurde Enttäuschung über mangelnde Kooperation mit der Stadtverwaltung genannt. Gestern nun unterstrich Nickel, der von den „Rödeldöös“ in den vergangenen Jahren stets als Organisator angeheuert worden war, er sehe seinerseits keine Chance, das Treffen in eigener Regie am Leben zu erhalten: „Der Wegfall des kostenfreien Personals ist durch zu bezahlende und vor allem geeignete Helfer nicht zu kompensieren. Ich sehe mich daher gezwungen, auf eine Weiterführung zu verzichten.“

Einen der Hauptgründe für das Zerwürfnis sieht Nickel darin, dass die Genehmigung für das Treffen 2016 erst zweieinhalb Wochen vor dem Termin einging, obwohl sie bereits am 22. Dezember 2015 beantragt worden war. Als sie dann endlich einging, habe die Stadt zwei beantragte und in der Vergangenheit genehmigte Straßensperrungen nicht berücksichtigt und somit rund 1000 Motorrad-Parkplätze gestrichen. Außerdem habe der Bürgermeister den Veranstaltern mehrere Gespräche mit Einrichtungen und Firmen aufgetragen, die angeblich Beschwerden über veranstaltungsbedingte Straßensperrungen in der Altstadt hätten. Nickel: „Dabei gab es weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart mit den Genannten irgendwelche Schwierigkeiten. All das mussten wir in den wenigen verbleibenden Tagen von der Genehmigungserteilung bis zum 9. Oktober klären.“ Die Stimmung wurde auch dadurch nicht besser, dass am Ende die Straßensperrungen dann doch erfolgen durften.

Bürgermeister Behnk teilte dazu mit: „Wir sind irritiert und verwundert über die Aussagen des Veranstalters. Grundsätzlich unterstützen wir gern jeden Veranstalter, der in Eutin Events durchführt, die das Leben in der Stadt bereichern.“ Genauso sei auch Nickel in Sachen Motorradtreffen unterstützt worden. Seit 2012 gewähre die Stadt einen Zuschuss von 1000 Euro pro Jahr, weitere Zuschüsse gebe es seit Jahren für den Großflohmarkt, das Blues-Fest und die Blues Challenge. Zur Kritik in Sachen Motorradtreffen sagte Behnk, es habe im September sogar noch ein kurzfristiges Treffen im Rathaus gegeben, um etwaige Probleme aus dem Weg zu räumen.

„Dabei sind wir dem Veranstalter sehr entgegengekommen.“ Die Entscheidung der Rödeldöös bedauere er sehr, so Behnk.

 Eckhard Meier

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