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Ostholstein Scharbeutz investiert und baut gleichzeitig Schulden ab
Lokales Ostholstein Scharbeutz investiert und baut gleichzeitig Schulden ab
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00:00 21.12.2012
Scharbeutz

Rund um den Haushalt 2013 der Gemeinde Scharbeutz gibt es vier gute Nachrichten: Er ist ausgeglichen, es werden weitere Schulden abgebaut, die geplanten Investitionen können ohne Kreditaufnahme finanziert werden und er wurde einstimmig von allen Fraktionen verabschiedet. Für den guten Etat, so sagte Bürgermeister Volker Owerien während der jüngsten Gemeindevertretersitzung, seien aber weder der Kämmerer noch der Bürgermeister und auch nicht die Politiker verantwortlich. Ausschlaggebend für die positiven Zahlen sei die gute Konjunktur in Deutschland. Ihr sei es auch zu verdanken, dass die Haushaltsberatungen in Scharbeutz in „ungewohnt entspannter Atmosphäre“ stattgefunden haben.

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit etwa 17,8 Millionen Euro ab. Im Vermögenshaushalt sind es über 3,2 Millionen Euro. In 2013 wird der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer den höchsten Stand überhaupt erreichen, sagte Owerien voraus. Steigen werden auch die Schlüsselzuweisungen, die 2012 auf dem tiefsten Stand der vergangenen zwölf Jahre gewesen seien.

Das Gewerbesteueraufkommen, so prognostizierte Owerien, werde im Anbetracht der konjunkturellen Entwicklung im Haushaltsjahr 2013 lediglich leicht über dem des Jahres 2009 liegen.

Auch wenn der Schuldenstand von 16,9 Millionen Euro Ende 2013 zu hoch sei, so könnten alle Verantwortlichen doch zu Recht darauf verweisen, dass von 2002 bis 2013 der Spagat zwischen dem Umsetzen wichtiger Zukunftsprojekte und der Haushaltsdisziplin erfolgreich gemeistert worden sei. So wurden in den vergangenen Jahren Werte für etwa 34,3 Millionen Euro geschaffen. „Wir haben in schwierigen Zeiten enorm investiert. Nun ist der richtige Zeitpunkt, die Konsolidierung des Haushaltes voranzutreiben“, sagte der Bürgermeister.

Im Etat seien alle notwendigen Ausgaben für die verschiedenen Bereiche in der Gemeinde berücksichtigt worden, lobte der SPD-Fraktionsvorsitzende HansJürgen Poeppel. Er wünschte sich „für uns alle mehr Fairness und Kompromissbereitschaft“.

Norbert Kaack (WUB) erklärte: „Der vorgelegte Haushalt lässt hoffen, dass Scharbeutz eine gute Zukunft hat.“

Kai Frehse (FDP) erkannte an: „Die Interessen unserer Mitbürger sind ausgewogen berücksichtigt worden”.

Auch wenn es für den Haushalt 2013 ein einmütiges Votum gab, gelang den Scharbeutzer Gemeindevertretern zum Jahresabschluss kein versöhnliches Miteinander. An dem traditionellen gemeinsamen Dezember-Essen nahmen lediglich Vertreter von WUB, SPD und FDP teil. Es fehlten die Politiker von CDU und Pro Scharbeutz ebenso wie die Verwaltung mit Bürgermeister Volker Owerien an der Spitze.

Lediglich Hauptamtsleiter Uwe Weihe, der Organisator dieses Abends, nahm am Essen teil.

Investitionen in Bauhof und Feuerwehren

Auch im nächsten Jahr investiert die Gemeinde Scharbeutz. Hier sind einige Beispiele:

409 000 Euro kostet ein neues Fahrzeug für die Gleschendorfer Wehr.

110 000 Euro werden im Bauhof für ein Straßenräumfahrzeug ausgegeben.

100 000 Euro kostet die Sanierung des Alten Pastorats in Gleschendorf.

Christina Düvell-Veen

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