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Ostholstein Scharbeutzer VHS mit preisverdächtigem Kultursommer
Lokales Ostholstein Scharbeutzer VHS mit preisverdächtigem Kultursommer
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20:26 04.07.2013
Von Christina Düvell-Veen
Die Volkstanz- und Trachtengruppe „De Öwerpetters“ wurde 1976 gegründet. Sie bringt Tänze, Lieder und Trachten aus dem Wendland mit an die Ostsee. „De Öwerpetters“ pflegen das wendländische Brauchtum, das tief im slawischen Kulturgut wurzelt. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen/hfr
Scharbeutz

Der Vorstand der Scharbeutzer Volkshochschule (VHS) zeigt großes Selbstbewusstsein. Er glaubt fest daran, dass die von der VHS initiierten Kultursommer auf ein weit über die Grenzen von Scharbeutz hinausreichendes Interesse stoßen. Die VHS hat sich um den Rudolf Stilcken-Preis beworben (siehe Info-Text). Ausgeschrieben ist er erstmals in diesem Jahr in der Metropolregion Hamburg, in der etwa fünf Millionen Menschen leben. Aufgeteilt ist der Preis in drei Kategorien, dotiert mit zusammen 25 000 Euro.

„Wenn wir nicht an einen Erfolg glauben würden, hätten wir uns nicht beworben“, sagte der VHS-Vorsitzende Klaus-D. Franck vor der Präsentation des Programmes für den zweiten Kultursommer. Schon die Nominierung wäre ein großer Erfolg, da dann in großem Rahmen über die Scharbeutzer VHS-Aktivitäten berichtet wird. Die einzelnen Preisträger sollen im November feststehen.

Nachdem im vergangenen Jahr China im Fokus des Scharbeutzer Kultursommers stand, ist es diesmal vom 10. August bis zum 15. September das Baltikum. Hauptverantwortlich für die Zusammenstellung des Programmes zeichnet Wolfgang Schümann.

Die VHS will auf die vielfältigste Weise Einblicke geben in die teilweise beträchtlichen Unterschiede der drei Länder Estland, Litauen und Lettland. Themen sind Sprache, Geschichte, Tradition, Musik, Film, Landschaft, Literatur, Baukultur und anderes mehr. Schon vor der offiziellen Eröffnung wird es einige Veranstaltungen geben. So soll gleich heute, wie berichtet, als Einstieg zur Veranstaltungsreihe die Sprache nähergebracht werden. Zwischen 17 und 20 Uhr gibt es im Bürgerhaus Smalltalks für Estnisch, Lettisch und Litauisch.

Am Sonnabend, 10. August, ab 15 Uhr wird auf dem Seebrückenvorplatz in Haffkrug die Folkloregruppe „Zaisa“aus Litauen auftreten, die auch bei der offiziellen Eröffnung am Sonntag, 11. August, mit dabei ist. Um 15 Uhr auf dem Seebrückenvorplatz werden sich zudem der Neustädter Volkstanzkreis sowie „De Öwerpetters“ aus dem Wendland präsentieren.

„Lotte im Dorf der Erfinder“, ein estnischer Animationsfilm für Kinder und Erwachsene, wird am Mittwoch und Donnerstag, 14. und 15. August, jeweils ab 10 Uhr im Bürgerhaus zu sehen sein. Dr.

Karl-Friedrich Nonnenbroich aus Kiel spricht am Freitag, 23. August, ab 17 Uhr im Bürgerhaus über „Menschliche und politische Kontakte Deutschland-Litauen seit den 1980er-Jahren“. Am Sonnabend, 24.

August, referiert Marianne Pletzing über Lettland und es spielt Mara Silaja Woelke auf der Kolke, einem lettischen Saiteninstrument.

Am Sonntag, 25. August, treten im Bürgerhaus Hausmusikanten mit lettischer Folklore auf. Am Mittwoch, 28. August, rezitiert Gabriele Möller-Reid aus dem Jugendbuch „Die wilden Piroggenpiraten“. Am Klavier begleitet wird sie von der Kirchenmusikerin Lena Sonntag.

Bis zum 15. September werden zudem mehrere Gemäldeausstellungen, ein Chorkonzert und weitere Vorträge angeboten.

Anders als im Vorjahr wird beim zweiten Kultursommer kein Eintritt erhoben. Spenden sind aber sehr willkommen, da es noch eine Finanzlücke gibt. Von den für dieses Projekt erforderlichen etwa 10

000 Euro sind bislang 8000 Euro gesichert, berichtete Franck.

Der Preis als „Mutmacher“
Der Rudolf-Stilcken-Preis für Kultur-Kommunikation wird von der Hermann-Rauhe-Stiftung in diesem Jahr erstmals vergeben. Stilcken (geboren 1925) ist ein Hamburger PR-Berater, Unternehmer und Kulturförderer.


Bewerben konnten sich Kultureinrichtungen aller Trägerschaften und Ausrichtungen.

Der Preis ist gedacht als „Mutmacher“, er würdigt Leistungen, die anderen Kultureinrichtungen Vorbild sein könnten. Ziel der Stifter ist es, mit dem Preis eine große Öffentlichkeit zu erreichen. Er soll schon bald die renommierteste Auszeichnung für die Kommunikationsarbeit von Kultureinrichtungen sein — zunächst in der Metropolregion Hamburg.

Christina Düvell-Veen

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