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Ostholstein Schlägerei: Scharbeutzer erleidet Schädelbruch
Lokales Ostholstein Schlägerei: Scharbeutzer erleidet Schädelbruch
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22:12 02.08.2017

Ein Schlag, der für Ole H. (Name geändert) tödlich hätte enden können. Am 14. Juli 2016 wurde der Scharbeutzer so massiv attackiert, dass er mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen fünf Tage auf der Intensivstation lag. Das Amtsgericht Eutin verurteilte den Angeklagten Alexander K. (21, Name geändert) wegen gefährlicher Körperverletzung zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Es konnte jedoch nicht geklärt werden, was genau in der Wohnstraße in Scharbeutz geschehen war. „Der Sachverhalt konnte sich nicht rekonstruieren lassen“, erklärte Amtsrichter Otto Witt. Boris V.

(Name geändert), der Alexander K. am 14. Juli begleitete, schilderte, dass es bereits vor der Tat zu verbalen Streitigkeiten gekommen war. Vor der Wohnung von Ole H. traf sich der Angeklagte häufig mit anderen Bekannten an einer Bushaltestelle. Öfter habe H. die „jungen Erwachsenen“ aufgefordert, leise zu sein. Einen Tag vor der Attacke auf ihn habe ihn der Angeklagte angerempelt.

Am 14. Juli 2016 gab es nach Angaben von Boris V. Gerangel, nachdem Alexander K. und er H. auf der Straße trafen. Irgendwann soll Ole H. aber weggegangen sein. Daraufhin soll der Angeklagte ihn am Handgelenk festgehalten haben. Ole H. hätte K. gewürgt, daraufhin habe er ihm ins Gesicht geschlagen. Ole H. fiel zu Boden und blieb bewusstlos liegen. Den Schlag gab der Angeklagte auch zu. Er habe jedoch aus Notwehr gehandelt, plädierte die Verteidigung gestern auf Freispruch.

Ole H., der von der Polizei zum Amtsgericht gebracht wurde, weil ihn die Briefe mit den Vorladungen aufgrund eines Urlaubs in Norwegen nicht erreicht hätten und er daher nichts von der Verhandlung gewusst habe, schilderte den Tathergang anders. „Ich kann mich an weitere Schläge erinnern, es war nicht nur ein Schlag“, sagte der 36-Jährige. Als er bewusstlos am Boden lag, half ihm ein Autofahrer. Dieser sagte aus, dass die Täter zunächst weggegangen seien, dann aber umdrehten. Boris V. berichtete, dass sie den Geschädigten, nachdem er wieder zu sich gekommen sei, nach Hause gebracht hätten. Daran kann sich Ole H. nicht mehr erinnern. „Mir fehlen eineinhalb Stunden“, sagte er. Erst in seiner Wohnung sei der Scharbeutzer aufgewacht. Als er im Spiegel sah, dass sein Schädel deformiert war, benachrichtigte er seine Mutter, die den Notarzt rief. Im Krankenhaus wurden ein Schädelbruch, ein Schädel-Hirn-Trauma, Frakturen und Hämatome festgestellt.

Otto Witt erklärte nach der Urteilsverkündung: „Ich gehe davon aus, dass es zu einem einzigen Schlag gekommen ist.“ Für Oberamtsanwalt Joachim Eckelt, der ein Jahr auf Bewährung forderte, spielten die Anzahl der Schläge letztendlich keine Rolle. „Fakt ist, dass der erste nachgewiesene Schlag Folgen für den Geschädigten verursacht hat“, sagte er. Dass der Angeklagte für die Verletzungen verantwortlich sei, sei unumstritten.

Beke Zill

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