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Ostholstein Schnelles Internet: Stadtwerke stellten Projekt in Oldenburg vor
Lokales Ostholstein Schnelles Internet: Stadtwerke stellten Projekt in Oldenburg vor
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20:50 11.10.2017
Volles Haus im „Schützenhof“: Etwa 250 Oldenburger kamen zur Info-Veranstaltung der Stadtwerke zum Breitband-Ausbau. Quelle: Fotos: Binder

Bis Ende November läuft die sogenannte Vermarktungsphase für das erste Ausbaugebiet, die Bereiche Lankenkoppel und östliches Stadtgebiet sowie die Gewerbegebiete am Voßberg und Sebenter Weg (die LN berichteten). Wenn die erforderliche Quote erreicht wird, soll in den betreffenden Arealen direkt im Anschluss mit der Verlegung des Glasfasernetzes begonnen werden. „Wir hoffen, den Ausbau im zweiten Quartal 2018 abschließen zu können“, sagt Marc Mißling, der zusammen mit Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) die Geschäftsführung der eigens gegründeten Stadtwerke Media GmbH übernommen hat.

Das Oldenburger Breitband-Projekt nimmt Fahrt auf. Die Stadtwerke haben mit der Kundenwerbung begonnen. Mindestens 40 Prozent der Einwohner müssen Verträge abschließen, damit der Ausbau starten kann. Etwa 250 Bürger informierten sich jetzt im „Schützenhof“ über die Pläne.

Insgesamt wurde das Oldenburger Stadtgebiet in acht Areale aufgeteilt, in denen nacheinander die Kabel verlegt werden sollen (siehe Grafik). Jens Junkersdorf (CDU) berichtete bei der Info-Veranstaltung von einer Diskussion bei Facebook über den Zuschnitt der einzelnen Ausbaugebiete. Einige Einwohner hatten kritisiert, dass die Randbereiche nun jeder für sich betrachtet würden, was ihrer Ansicht nach mit Blick auf die erforderliche Mindestanzahl von Verträgen Nachteile für die Dörfer haben könnte. Marc Mißling hielt dagegen, dass das Interesse erfahrungsgemäß gerade in den Außenortschaften sehr groß sei. Beim Breitbandprojekt der Stadtwerke Eutin – deren Geschäftsführer Mißling ist und die am Oldenburger Vorhaben beteiligt sind – seien in den Randbereichen die höchsten Quoten erzielt worden, berichtete er.

Martin Voigt (parteilos) fügte hinzu, dass sich „eine Zusammenfassung der Gebiete aus wirtschaftlicher Sicht verbietet“: Sollte in einer Außenortschaft nur ein sehr geringes Interesse an einer schnelleren Internetversorgung bestehen, „wäre es mit Blick auf die Kosten nicht zu vertreten, diese trotzdem mit anzuschließen“. Die Stadtwerke rechnen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 13 Millionen Euro. Entsprechend hoch sei auch das wirtschaftliche Risiko, begründete Alexander Baumgärtner vom Stadtwerke-Team, weshalb das Glasfasernetz voraussichtlich zunächst nicht für andere Anbieter freigegeben werde. Die Technik könne ausschließlich von Kunden der Stadtwerke genutzt werden. Die bisherigen Anschlüsse würden aber selbstverständlich nicht zurückgebaut, sodass Kunden dennoch nicht unwiderruflich an die Stadtwerke gebunden seien.

Auf Nachfrage von Einwohnern erklärte Martin Voigt, er könne natürlich nicht garantieren, dass das aktuelle Preisniveau dauerhaft gehalten werde. Es sei jedoch keinesfalls wirtschaftlich für das Unternehmen, Kunden mit Preissteigerungen zu verprellen. Das Konzept sei langfristig ausgelegt – das erkenne man auch daran, dass die Stadtwerke nicht mit besonderen „Aktions-Angeboten“ für die ersten zwölf Monate oder Ähnlichem werben würden. Auch Marc Mißling betonte: „Wir würden mit Zitronen handeln, wenn wir in zwei Jahren die Preise verdoppeln und unsere Kunden wieder verlieren.“

Alle Infos rund um das Breitband-Projekt der Stadtwerke gibt es im Internet unter www.swo-breitband.de.

Von Jennifer Binder

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