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Ostholstein Schnelles Internet nimmt Fahrt auf
Lokales Ostholstein Schnelles Internet nimmt Fahrt auf
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20:16 21.01.2016
Dirk Mrowka vom ZVO erläuterte die anstehenden Verfahrensschritte für den Breitbandausbau. Quelle: Fotos: T. Klatt

Nahezu einhellig haben Kommunen und Städte des Nordkreises ihren Willen bekundet, einer neu zu gründenden Breitbandsparte beim ZVO beizutreten. Im Gewerbezentrum in Oldenburg wurden Vertretern aus der Politik und der Verwaltung jetzt die weiteren Verfahrensschritte vorgestellt.

Für ein schnelles Internet via Glasfaser gibt es aus Sicht von Landrat Reinhard Sager (CDU) keine Alternative. „Es bietet das höchste Maß an Zukunftssicherheit“, argumentierte Sager. Die langsame Datenübermittlung bedeute bereits jetzt einen Standortnachteil, der nicht noch größer werden dürfe.

Von den 36 Gemeinden im Kreis streben lediglich Timmendorfer Strand, Bad Schwartau und Eutin eigene Lösungen an. Mit Neustadt würden derzeit noch Gespräche geführt, hieß es. Tätig werden darf die öffentliche Hand jedoch nur in Bereichen, in denen Telekommunikationsunternehmen eine geringere Datenübertragung als 30 Mbit/s zur Verfügung stellen. Ergebnisse eines Markterkundungsverfahrens, das diesen Sachverhalt prüft, sollen Ende dieses Monats vorliegen. Erst danach könne „straßengenau“ festgelegt werden, wo ausgebaut werden darf.

Vertreter des ZVO, der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh) und der beratenden Anwaltskanzlei Weissleder und Ewer skizzierten im Anschluss die weiteren Verfahrensschritte. Mit der verbindlichen Zusage der Gemeinden werde auch die Anschubfinanzierung für das insgesamt rund 240 Millionen Euro teure Projekt fällig. Nach europaweiter Ausschreibung für einen Betreiber — der ZVO stellt mit seiner Breitbandsparte das Netz nur zur Verfügung — können Betreiber und Kommunen gezielt um Kunden werben. Denn nur dort, wo die Anschlussquote annähernd 60 Prozent beträgt, ist der Ausbau für den künftigen Betreiber lohnenswert. Der erste Spatenstich sei dann für das vierte Quartal in diesem Jahr vorgesehen, kündigte ZVO-Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer an. Zuvor müssen jedoch die ZVO-Satzung geändert und die Aufgabe für einen Breitbandausbau von den Kommunen auf den ZVO übertragen werden.

Nach bisherigem Stand erfolgt dann der Ausbau in sechs sogenannten Clustern, deren Reihenfolge und Zuschneidung sich ausschließlich an technischen Gegebenheiten orientieren werde, betonte Dirk Mrowka vom ZVO. Wie berichtet, könnten sich die Ausbaubeiträge für die beteiligten Kommunen aufgrund der vom Bund in Aussicht gestellten Fördermittel deutlich reduzieren.

Von den Rednern wollte Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) im Anschluss wissen, wie es sich mit einer Auskunft der Telekom verhalte. Das Unternehmen habe angekündigt, die Versorgung in Oldenburg in den nächsten drei Jahren auf bis zu 50 Mbit/s auszubauen. Ob mit dieser Ankündigung noch die Voraussetzungen für Oldenburg bestünden, am kreisweiten Ausbau des Glasfasernetzes teilzunehmen, wollte Voigt wissen. „Bange machen gilt nicht“, meinte dazu Richard Krause vom Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein. Eine Ankündigung alleine reiche nicht, schon gar nicht mit dem unverbindlichen Hinweis „bis zu“. Maßgeblich sei, was die Telekom im nächsten Jahr mache.

Thomas Klatt

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