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Ostholstein Schock: Rücktritt von Verbandsvorsteher Hamer
Lokales Ostholstein Schock: Rücktritt von Verbandsvorsteher Hamer
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21:26 02.01.2018
Aus dem Verbandsduo ist jetzt ein Solo geworden: Wilfried Hamer (r.) ist zurückgetreten, sein Stellvertreter Jochen Langbehn folgt zunächst auf ihn. Ende Februar/Anfang März ist die Neuwahl. Quelle: Foto: Peter Mantik

Jochen Langbehn, der Stellvertreter Hamers, bestätigt: „Herr Hamer ist für uns alle völlig überraschend am 20. Dezember bei der Ausschuss-Sitzung von allen Ämtern zurückgetreten.“ Dieser Schritt sei wie aus dem Nichts heraus gekommen. Die LN konnten Hamer telefonisch nicht zu einer Stellungnahme erreichen. Auslöser für den Rücktritt soll die Uneinigkeit in einem inhaltlichen Punkt gewesen sein.

Hamer soll nach LN-Informationen gesagt haben: „Ich kehre jetzt nur noch meinen eigenen Hof.“

 Langbehn ist aktuell amtierender Verbandsvorsteher. Eine Neuwahl des Chefpostens wird es Ende Februar/Anfang März geben. Langbehn: „Ich stelle mich Stand jetzt zur Wahl.“ Er hätte sich ohnehin darauf eingestellt, eines Tages Verbandsvorsteher zu werden, da Hamer nicht mehr der Jüngste sei und eine Legislaturperiode sechs Jahre dauere. Langbehn: „Jetzt fällt die Einarbeitungsphase halt sehr kurz aus.“ Zunächst muss er aber gewählt werden.

Es könne sich theoretisch jedes Verbandsmitglied zur Wahl stellen. Auch Dieter Knoll, der zuletzt mit 32:4 Stimmen vom Ausschuss abgewählt wurde.

„Ich bin entsetzt“, erklärte Dieter Knoll. Hamers Verhalten sei verantwortungslos. Knoll schließt aktuell nicht aus, dass er zur Neuwahl erneut antritt. Er würde sich jedenfalls nicht um Verantwortung drücken. Einer müsse den Kopf hinhalten, bis wieder geordnete Verhältnisse herrschen würden. Es ginge um die Interessen der 8400 Mitglieder im Verband, nicht um Einzelne.

Ein anonymes Mitglied des Verbandes schrieb den LN einen handschriftlichen Brief. Es ist darin die Rede von einem Possenspiel. Der Autor fragt, warum Dieter Knoll und der halbe Vorstand abgewählt wurden. Er kritisiert darin auch Vorstand Kai-Dieter Kölle und Landrat Reinhard Sager, ohne dabei aber konkret zu werden.

Der Wasser- und Bodenverband, das wird hieraus wieder sichtbar, ist offensichtlich immer noch in Lager geteilt: das des alten Vorstehers und das der Kritiker, die den Umschwung herbeigeführt haben.

Zu denen zählt Neuvorstand Kai- Dieter Kölle, der sagt: „Vorstand und Ausschuss funktionieren.“ Daher gebe es seiner Meinung nach überhaupt keinen Anlass, den neu eingeschlagenen Weg aufzugeben.

 Von Peter Mantik

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