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Ostholstein Schönwalde schließt „Trampelpfad des Anstoßes“
Lokales Ostholstein Schönwalde schließt „Trampelpfad des Anstoßes“
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13:52 20.05.2017
Der Pfad durch den Naturerlebnisraum ist ein landschaftliches Idyll. Jedoch sorgt illegal entsorgter Müll immer wieder für Ärger. Quelle: Fotos: Gunter Lothert
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Schönwalde

So wurde dieses kurze Wegstück zum „Trampelpfad des Anstoßes“.

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Pastor Arnd Heling (2. v. r.) und Mitstreiter wollen die Schließung.

Pastor Dr. Arnd Heling lud jetzt mit Dr. Michael Schmidt (Vorsitzender des Freundeskreises Naturerlebnisraum), Dieter Achtenberg (Vorsitzender der Kirchengemeinde) sowie Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU) zur Ortsbesichtigung ein, an der auch Tankstellenpächter Heinz Pietsch teilnahm.

Da die Sünden der Bürger immer wieder sofort entfernt wurden, war beim Ortstermin lediglich eine einsam im Wasser vor sich hin dümpelnde Getränkedose zu sehen. Allerdings konnten sämtliche Teilnehmer wahre Gruselgeschichten von Dingen, die im Naturerlebnisraum entsorgt oder zerstört wurden, erzählen. Von Getränkedosen sowie Bier- und Schnapsflaschen reichte der Bogen bis hin zu Herden und Kühlschränken.

Pastor Heling freut sich darüber, dass sich auch die Gemeinde Schönwalde für die Schließung des Trampelpfades hinter der Tankstelle einsetzt. Bürgermeister Plötner: „Ohne die Schließung dieses Weges können wir nicht verhindern, dass der Naturerlebnisraum zur Müllkippe wird.“

Das Problem mit dem Abfall sei auch Ergebnis der immer weiter anwachsenden „Wegwerfindustrie“, hieß es seitens der Teilnehmer unisono. Tankstellenpächter Heinz Pietsch berichtete, dass selbst wenn er daneben stehe, die Leute versuchen würden, ihren Müll zu entsorgen.

„Wir wollen diesen Naturerlebnisraum besser schützen, damit er für unsere Mitbewohner und Gäste auch weiterhin zur Verfügung steht“, betonte Pastor Heling. Auf dem Pfarrhofgelände, das mit einer Größe von etwa 50 Hektar der Kirchengemeinde gehört, habe sich auf engem Raum eine große Artenvielfalt angesiedelt. Unter anderem hätten dort Gänse, Enten, zahlreiche Singvögel wie Ammern und Grasmücken, Rotbauchunken, Reptilien und Amphibien ein Zuhause gefunden.

„Für manch’ einen, der hier mit seinem Hund entlang geht, wird diese Schließung ärgerlich sein und eine Umgewöhnung bedeuten“, so Heling. Aber es gebe insgesamt drei Zugänge. Wichtig ist ihm, dass Hunde an der Leine geführt werden und keine brütende Tiere aufscheuchen.

 Gunter Lothert

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