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Ostholstein Schon im Klassenzimmer fit für die Wissenschaft
Lokales Ostholstein Schon im Klassenzimmer fit für die Wissenschaft
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21:16 28.02.2017
Kooperation besiegelt: Carsten Ingwertsen-Martensen (Schulleiter KBS, l.), Prof. Martin Ryschka (Dekan für Elektrotechnik und Informatik, 2. v. r.) mit Prof. Helmut Bergmann (Studiengangsleiter Energiesysteme/Automation) und Mathias Knorn (Lehrkraft für Elektrotechnik an der KBS, r.). Quelle: Foto: Aj
Eutin

Es ist ein Brückenschlag, der Schülern des Beruflichen Gymnasiums mit dem Kurs Elektrotechnik den Weg an die Fachhochschule Lübeck (FH) erleichtern soll: Ab sofort können diese an der Kreisberufsschule in Eutin ein Praktikum absolvieren, das an der FH als Studienleistung anerkannt wird. Damit entstehe zwischen beiden Bildungsinstituten eine kooperative Verbindung, die deren Repräsentanten bei der Vertragsunterzeichnung am gestrigen Dienstag in Eutin als „Win-Win-Situation“ beschrieben.

„Es gab Widerstände zu überwinden“, räumte Professor Martin Ryschka, Dekan für Elektrotechnik und Informatik an der FH, unumwunden ein und schilderte seine Bedenken: „Die Befürchtung, ob wir die Qualität gewährleisten können, war da.“ Bei Treffen und in Gesprächen konnten diese Zweifel ausgeräumt werden. Schließlich sei man überzeugt gewesen, dass sich der fachliche Inhalt an beiden Häusern decke. Der gegenseitige Nutzen ist offensichtlich: Während an der Fachhochschule „händeringend“ nach Nachwuchs in diesem Bereich gesucht wird, ist es Anliegen der Kreisberufsschule (KBS), den Blick der Schüler für das weite Feld möglicher Optionen zu schärfen und Durchgängigkeit bei der beruflichen Qualifikation zu gewährleisten, erläuterte Schulleiter Carsten Ingwertsen-Martensen.

Und so werden die derzeit 45 Schüler mit Schwerpunkt Elektrotechnik, die sich auf die drei gymnasialen Jahrgangsstufen verteilen, ab sofort acht praktische Versuche mit einer Dauer von jeweils zwei bis vier Stunden vollumfänglich einschließlich Antestat, Ausführung und Auswertung mit erhöhtem Anforderungsniveau ablegen können. Diese Leistung entspricht dem Praktikum im Studium an der Fachhochschule und wird dort als solches anerkannt, muss also nicht nochmals im Rahmen der akademischen Ausbildung erbracht werden.

„Unser Ziel ist es, mehr junge Menschen für Elektrotechnik zu begeistern und wir freuen uns, wenn sie sich für die Fachhochschule Lübeck entscheiden“, sagte Mathias Knorn, verantwortlicher Lehrer an der KBS. In Lübeck setzt man zudem auf das Potenzial derart vorgebildeter Studenten: „Vorstellbar ist, dass sie im Labor unterstützend für ihre Kommilitonen wirken“, ergänzte Professor Helmut Bergmann als FH-Studiengangleiter Energiesysteme und Automation.

Die Zusammenarbeit ist zunächst auf vier Jahre angelegt und beide Akteure halten nicht nur eine Verlängerung für denkbar, sondern auch die Ausweitung auf andere Fachbereiche. Ein nächster konkreter Schritt könnten laut Mathias Knorn Besuche von KBS-Klassen mit einer Teilnahme an Vorlesungen sein. Der Elektrotechnik-Lehrer war sich sicher: „Das Fundament haben wir heute gelegt und in den nächsten Jahren werden wir die Kooperation auf stabile Stützen stellen.“

Astrid Jabs

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