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Ostholstein Schon wieder Stromausfall in Oldenburger Innenstadt
Lokales Ostholstein Schon wieder Stromausfall in Oldenburger Innenstadt
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21:01 21.06.2016
Vielleicht ist ein Schwelbrand in einem Stromkasten in Göhl Schuld an dem Stromausfall in Oldenburg. Quelle: Peter Mantik
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Oldenburg

Bereits zum zweiten Mal binnen zehn Tagen ist in Oldenburg gestern Mittag der Strom ausgefallen. Der Grund diesmal: Ein Brand in einem Trafohäuschen der Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) zwischen Göhl und Schwelbek. Er war Auslöser für einen Erdschluss (unterirdischer Kurzschluss) in der Oldenburger City.

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Keine Kühlung im Tresen, kein Geld aus dem Automaten: Stadtzentrum war gestern erneut eineinhalb Stunden stromlos – Zweiter Ausfall binnen zehn Tagen.

Techniker der Stadtwerke erhielten kurz vor 13 Uhr eine Fehlermeldung aus dem Bereich Heiligenhafener Chaussee und Lerchenstraße. Christian Kulessa, Technischer Leiter der Stadtwerke Oldenburg/Eutin, war ebenfalls vor Ort und sprach von einem möglichen Erdschluss in dem Bereich. „Dennoch ist es durchaus denkbar, dass der Brand in Göhl den Stromausfall in Oldenburg nach sich zog.“

Kulessa wollte sich zunächst noch nicht festlegen – später wurde aus der Vermutung aber Gewissheit. Die Göhler Wehr sicherte den Bereich am Stromkasten ab.

Für die Geschäftsinhaber in der Oldenburger City war es nach dem mehrstündigen Stromausfall am 11. Juni gestern nun ein weiterer Tag mit vielen Ärgernissen. So konnte die Bank am Oldenburger Markplatz keine Überweisungen ausführen oder Geld auszahlen, die Küchenherde in Restaurants kühlten ab, Gäste mussten auf ihre Bestellungen warten, bis der Strom wieder ansprang. Und statt auf dem Marktplatz nach Schulschluss ein Eis nach dem anderen an die Kinder zu verkaufen, die auf ihre Busse warteten, hatte Klaus Dieter Schmackpfeffer in seiner Diele anderes zu tun: Um seine Vorräte vor dem Schmelzen zu bewahren, legte er sich ein Stromkabel vom Nachbarn aus der Kuhtorstraße – denn dort funktionierte der Strom. „Das letzte Mal hatte ich einen Schaden von 2000 Euro“, erklärte der Eisverkäufer sein rasches Handeln. Er und alle anderen Händler hatten Glück: Gegen 14.30 Uhr war der Strom überall wieder da.

 lg/sts

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