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Schreckens-Szenen nach illegalem Autorennen

Ostholstein Schreckens-Szenen nach illegalem Autorennen

Gestern Abend probten 250 Einsatzkräfte aus Ostholsteins Feuerwehren bis in die Nacht auf der voll gesperrten Kreisstraße 37 die Rettung von 30 Verletzten.

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Betreuung der Verletzten am Unfallort – auch das gehört zum Feuerwehreinsatz dazu.

Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Malkendorf. Es sind Bilder des Grauens und dramatische Szenen, gestern Abend auf der K 37 zwischen Malkendorf und Horsdorf. Fünf Autos sind in einen schweren Unfall verwickelt. Etliche Personen sind eingeklemmt in den Wracks, warten blutüberströmt auf Hilfe. Manche wurden aus den Fahrzeugen geschleudert, liegen irgendwo auf der Straße oder am Abhang. Überall Scherben, Trümmerteile, Blut – und diese entsetzlichen Schmerzens-Schreie. Das ist das Ende eines illegalen Autorennens.

LN-Bild

Gestern Abend probten 250 Einsatzkräfte aus Ostholsteins Feuerwehren bis in die Nacht auf der voll gesperrten Kreisstraße 37 die Rettung von 30 Verletzten.

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„Wir sind auf jeden Fall

gut vorbereitet, wenn so ein Horror mal Realität

werden sollte.“ Günter Volgmann, Gemeindewehrführer

Zum Glück ist das Blut nicht echt, die ausgedienten Autos sind Geschenke für die Feuerwehr vom Schrotthandel. Diese Aktion ist „nur“ eine Übung. Aber es ist eine Übung, die es in sich hat, denn in dieser Dimension hat es einen solchen Test noch nicht gegeben in der Gemeinde Stockelsdorf. Alle elf Feuerwehren der Gemeinde sind im Einsatz, dazu die Rettungshundestaffel, weil einige Personen als vermisst gelten. Dazu wurde die Freiwillige Feuerwehr aus Bad Schwartau alarmiert sowie das DRK-Stockelsdorf. Und ein echter Notarzt ist dabei. Allerdings hat dieser – mit einigen Eingeweihten wie Gemeindewehrführer Günter Volgmann – bereits vorab gewusst, dass es sich um eine Übung handelt. Es gilt, an diesem Abend 30 zum Teil sehr schwer verletzte Personen zu retten. Schließlich sind rund 250 Rettungskräfte vor Ort, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen und um zu zeigen, was sie können, wenn so ein Ernstfall dieser Größenordnung eintritt.

„Wir hatten natürlich schon sehr große Übungen, wo alle Wehren aus der Gemeinde beteiligt waren“, so Volgmann, „aber das waren immer Brandeinsätze. Wir haben vorher noch nie eine Übung angesetzt, bei der es ausschließlich um technische Hilfeleistungen in einem solchen Ausmaß ging. Das ist wirklich eine Premiere.“

Bis zuletzt ist diese Übung geheim. Damit das gewährleistet werden konnte, hatten die Planer dieser Übung, Günter Volgmann, Sascha Hasselmann und Marcus Fischer von der Feuerwehr Stockelsdorf, befreundete Wehren anderer Gemeinden mit ins Boot geholt. Die Wehr aus Techau sperrte die Zufahrten von Horsdorf und von Curau nach Malkendorf. Und die Wehren aus Großenbrode und Kücknitz schickten vor allem aus ihren Jugendabteilungen Mitglieder, die auf sehr überzeugende Weise ihre jeweiligen Rollen als Verletzte spielten. Schädelbasisbruch, mehrfache Frakturen an Beinen, Armen, Hüfte, Verbrennungen oder auch ein Stück Holz, das sich in den Oberschenkel gebohrt hat, sind notzuversorgen. Andere Unfallopfer sind bewusstlos, manche orientierungslos.

Und dann gibt es zu der Zeit, als die Wehren alarmiert werden sollen – kurz vor 19.30 Uhr – den Worst Case, also den schlimmsten anzunehmenden Fall bei der Einsatzleitstelle – allerdings ist der echt. „Die hatten einen totalen Systemabsturz, sowas kann im echten Leben eben auch passieren“, sagt Volgmann, „deswegen hat sich die Alarmierung ein paar Minuten verzögert.“

Der Gemeindewehrführer zeigt sich in einer Zwischenbilanz zufrieden mit dem Ablauf des Einsatzes, der erst gegen 22.30 Uhr beendet ist. Die Straße ist erst nach Mitternacht wieder frei.

Volgmann: „Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet.“

Doreen Dankert

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