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Ostholstein Schüler löchern Kandidaten mit Fragen zu Neustadts Zukunft
Lokales Ostholstein Schüler löchern Kandidaten mit Fragen zu Neustadts Zukunft
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20:31 14.02.2018
Schüler Johannes Wichelmann (l.) leitete die Fragerunde mit den drei Kandidaten. Auch ein NDR-Team war vor Ort. Quelle: Foto: Sebastian Rosenkötter

Verena Jeske (parteilos), Dr. Hans Marenbach (parteilos, von der CDU unterstützt) und Mirko Spieckermann (parteilos) durften sich zu Beginn kurz vorstellen. Anschließend hieß es „Feuer frei“.

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Ein Video von der Veranstaltung finden Sie auf www.LN-online.de

Alles zur Bürgermeisterwahl gibt’s auf www.LN-online.de/Neustadtwahl2018

Jeder Gymnasiast konnte nach vorne kommen, das Mikrofon ergreifen und eine Frage stellen.

Los ging es mit: „Was macht Sie zu einem guten Bürgermeister?“ Verena Jeske verwies auf ihr Studium und ihre beruflichen Stationen. Aufgrund ihrer gesammelten Erfahrungen bringe sie einen Weitblick und ein großes Netzwerk mit. Beides benötige man auch als Bürgermeister, sagte die Verfahrensführerin Offshore-Windparks beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Der gebürtige Neustädter Mirko Spieckermann, Leiter des Forderungsmanagements beim Zweckverband Ostholstein, verwies auf seine Sozial- und Führungskompetenz und kündigte ebenfalls an, sein Netzwerk einzubringen.

Dr. Hans Marenbach hingegen verteilte zunächst einen kleinen Seitenhieb, indem der Unternehmensberater sagte: „Ich würde gerne Ihre Frage beantworten.“ Neustadt habe ein Haushaltsvolumen von etwa 44 Millionen Euro, sei ein Wirtschaftsbetrieb. Er selbst habe Unternehmen dieser Größe schon geführt und Verantwortung für diese gehabt. Dies qualifiziere ihn somit für den Bürgermeister-Posten.

Das Beantworten der Fragen fiel den Kandidaten nicht immer leicht, wie auch einige Schüler im Anschluss kritisch anmerkten. Dies wurde auch deutlich, als es darum ging, wo sie Neustadt – im Falle ihrer Wahl – nach sechs Jahren im Amt sehen. Spieckermann zählte zunächst anstehende Projekte wie den Neubau des Küstengymnasiums und die Entwicklung der Hafenwestseite auf. Er wolle die Stadt in Sachen Tourismus und Stadtmarketing voranbringen, betonte aber auch, dass nicht der Bürgermeister die Entscheidungen treffe, sondern die Politik.

Sein Konkurrent Marenbach wurde konkreter. Er prognostizierte ein Bevölkerungswachstum auf fast 20000 Einwohner und sagte, dass das Neubaugebiet am Ostring sowie die Hafenwestseite fertig seien.

Auch gebe es ein neues Schulgebäude und der Bereich von Marine und Bundespolizei See werde bis dahin in puncto Aus- und Weiterbildung erweitert. „Das ist die Vision für Neustadt“, sagte er. All dies führe zu mehr Kaufkraft und mehr Party. Damit spielte er auf das Fehlen einer Disco an.

Verena Jeske will alle Bürger ins Boot holen und einen Workshop zum Thema Neustadt im Jahr 2025 anbieten. Darüber hinaus möchte sie auf der Hafenwestseite eine Zukunftswerkstatt einrichten, in der geforscht und entwickelt werden kann. Auch schwebt ihr ein Gründerzentrum vor.

Die letzte Frage ging nur an die beiden Neu-Neustädter. Sie sollten den Durchschnittsneustädter charakterisieren. Dr. Hans Marenbach sprach von ehrlichen und herzlichen Menschen. Verena Jeske stimmte zu und ergänzte, dass auch Zugezogene zur Gemeinschaft zählen würden und jeder für sich individuell und liebenswert sei.

Von Sebastian Rosenkötter

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