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Ostholstein Schüler machen sich fit fürs Busfahren
Lokales Ostholstein Schüler machen sich fit fürs Busfahren
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20:30 28.10.2013
Was passiert eigentlich, wenn ich meinen Arm noch in der Bustür habe? Dies probierte Holger Wriedt mit den Kindern der 5c aus. Quelle: Fotos: Weiß
Lensahn

Einen Unterrichtstag der ungewöhnlichen Art erlebten gestern die Schüler der Grund- und Gesamtschule Lensahn. Bei ihnen war das „fahrende Klassenzimmer“ zu Besuch, die sogenannte Busschule, eine Aktion der Kreisverkehrswacht Ostholstein Süd unter Beteiligung der Präventionsbeamten der Polizeidirektion Lübeck. Unter dem Motto „ Mit dem Bus zur Schule . . . bin ich gut drauf?“ bringen die Hauptkommissare Heike Schmidt, Ralf Szelinski und der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Ostholstein Süd, Holger Wriedt, den Kindern der ersten bis fünften Klasse das richtige Verhalten auf dem Weg zum Bus und bei der Busfahrt selbst näher — in Theorie und in der Praxis.

Zunächst erlernten die Schüler im Medienraum die wichtigsten Verhaltensregeln für den Weg zum Bus. „Wie werde ich sichtbar?“ war eine der Fragen, über die gesprochen wurde. Ein wichtiger Punkt: Einige Schüler einer fünften Klasse klagten über fehlende Gehwege auf dem Weg zum Bus, zum Beispiel in Harmsdorf.

Im Anschluss ging es dann nach draußen, wo das richtige Verhalten im Bus geübt wurde. Holger Wriedt erklärte im lockeren Ton und bildreicher Sprache, warum man sich im Bus vernünftig hinsetzen muss und keine Gegenstände durch den Gang werfen darf. „Alles was ihr bei Mama und Papa im Auto nicht machen dürft, dürft ihr im Bus auch nicht“, erklärte Wriedt. Man solle stillsitzen und sich ruhig verhalten. Dementsprechend leise waren die Schüler. Wichtig war auch die Frage nach dem „Was wäre wenn?“. Dabei erklärte der Mann von der Kreisverkehrswacht den Schülern, wie sie bei einem Unfall die Scheibe einschlagen und sich so aus dem Bus retten können. In einer Plastikdose hatte er sogar die Überreste einer Scheibe dabei, um zu demonstrieren, dass diese, wenn man sie zertrümmert, keine Schnittkanten hat. Höhepunkt in der Busschule waren für die Kinder die Gefahrbremsungen bei zehn, 15 und 20 Stundenkilometern. Dabei erlebten sie, welche Kräfte schon bei geringen Geschwindigkeiten wirken und warum es so wichtig ist, sich im Bus immer gut festzuhalten. „In der Realität ruft kein Busfahrer vorher ,festhalten‘“, betonte Wriedt.

Wie es sich anfühlt, von der Bustür eingeklemmt zu werden, konnten die Schüler dann noch einmal am eigenen Leib erfahren. Dank einer Automatik öffnen sich die Türen aber sofort wieder, wenn noch ewas dazwischen steckt. An den Gesichtern der Kinder war zu sehen: Diese Demonstration hinterließ bleibenden Eindruck.

„In der Realität ruft kein Busfahrer vorher ,festhalten‘.“
Holger Wriedt, Verkehrswacht

Melanie Weiß

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