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Ostholstein Schülerin verhindert Küchenbrand
Lokales Ostholstein Schülerin verhindert Küchenbrand
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10:33 18.07.2017
Dieser Topf sorgte für den Feuerwehreinsatz. Quelle: Foto: Bönig/hfr
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Obersteenrade/Pönitz

Der 13-jährigen Celine und einem Rauchmelder hat ein älteres Ehepaar zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Und Celine selbst hat aller Voraussicht nach eine für sie wichtige Entscheidung getroffen. Alles dies geschah am vergangenen Sonnabend um kurz nach 18 Uhr in Obersteenrade. Die Schülerin fuhr gemeinsam mit ihrer Schwester Leonie (7) im Go-Kart auf Feldwegen entlang, als sie aus einem nahe gelegenen Wohnhaus dicken Qualm sah und piepende Geräusche hörte. „Zuerst dachte ich, dass die von einem Trecker kommen, aber da war überhaupt keiner in der Nähe“, sagt die 13-Jährige rückblickend.

Die 13-jährige Celine hat alles richtig gemacht – Vielleicht geht sie bald in die Jugendwehr.

Schnell merkte sie dann, dass ein Rauchmelder diese lauten Geräusche von sich gab. Celine ließ Leonie samt Go-Kart zurück und rannte nach Hause zu ihrem Vater, dem Pönitzer Ortswehrführer Patrick Nasner. Der alarmierte zuerst seine Kameraden, holte dann die beiden Bewohner aus ihrem Haus und entdeckte schließlich auch die Ursache der Rauchentwicklung. Der Inhalt eines Topfes, in dem Marmelade gekocht worden war, war auf dem Herd bis zur Unkenntlichkeit verschmort.

„Nicht mehr lange, und wir hätten es mit einen Küchenbrand zu tun gehabt“, sagte Nasner. Er löschte den Topf, der mittlerweile im Freien stand, mit einem Gartenschlauch. Als die Feuerwehr Pönitz dann wenig später eintraf, war die eigentliche Arbeit somit schon erledigt. Da sich der zähe Rauch aber bereits stark ausgebreitet hatte, musste im Haus ordentlich gelüftet werden. „Toll, dass Celine so gut und schnell reagiert hat. Andere hätten vielleicht gesagt ,Lass es doch piepen!’“, lobte später Gemeindewehrführer Patrick Bönig, der mit der Pönitzer Feuerwehr angerückt war. Er ergänzte:

„Und wieder einmal hat sich ein Rauchmelder als Lebensretter bewiesen.“

Celine überlegt nun seit Sonnabend, ob sie in die Jugendfeuerwehr Pönitzer Seenplatte eintreten soll. Sehr oft wurde sie schon gefragt, denn rund um sie herum sind alle als Brandschützer engagiert:

Ihre Großeltern Sabine und Manfred Nasner, Vater Patrick und dessen Ehefrau Andrea. Selbst ihre kleinen Geschwister Leonie (7) und Phillipp (6) – sie sind in der Kinderwehr der Gemeinde Scharbeutz.

„Ich finde die Arbeit der Wehren echt wichtig“, sagt die 13-Jährige, die das Ostsee-Gymnasium in Timmendorfer Strand besucht und dort bereits als Schulsanitäterin tätig war. Leonie und Phillipp fänden es toll, wenn die große Schwester auch bald zu den Freiwilligen zählt. Leonie: „Das wäre echt cool!“ Und Phillipp ergänzt: „Dann wäre nur noch ,Lilly‘ nicht in der Feuerwehr.“

„Lilly“ ist der Familienhund.

 Christina Düvell-Veen

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