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Ostholstein Schürsdorf: Neues Zentrum für den Ort und die Feuerwehr
Lokales Ostholstein Schürsdorf: Neues Zentrum für den Ort und die Feuerwehr
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04:02 14.03.2018
Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) zeigt die Pläne für das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus in Schürsdorf. Quelle: Fotos: Zill, Hfr
Schürsdorf

Das alte Gerätehaus mitten im Dorfkern entspricht nicht mehr den räumlichen und technischen Anforderungen. Die 22 aktiven Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr müssen sich in der Fahrzeughalle umziehen, es gibt weder Umkleidekabinen noch Duschen. „Es ist sehr eng“, sagt Nitz, der seit 2014 Chef der 38 Mitglieder starken Schürsdorfer Wehr ist.

Jetzt steht auch das Geld bereit: Schürsdorf bekommt ein neues Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus. Dafür wurden 2,7 Millionen Euro Haushaltsmittel bereitgestellt. „Wir freuen uns riesig, dass es nach jahrelanger Planung endlich losgeht“, sagt Ortswehrführer Henrik Nitz.

Diese Zustände sind bald Geschichte. Die Gemeinde plant einen neuen Gebäudekomplex für 2,7 Millionen Euro. Nachdem zunächst zwei Millionen bereitgestellt wurde, stimmte der Finanzausschuss vergangene Woche weiteren 700 000 Euro zum Neubau zu. Integriert in das neue 380 Quadratmeter große Feuerwehrgerätehaus samt großer Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen, einer Umkleidekabine für 32 Kameraden und Kameradinnen, Einsatzbesprechungsraum, Küche, Sanitäranlagen, Werkstatt, Trocken- und Lagerraum ist das neue Zentrum des 350 Einwohner zählenden Dorfes. Durch einen seperaten Eingang an der Westseite gelangt man in das 355 Quadratmeter große Areal aufgeteilt in Büro, Umkleide, Küche, Tisch und Stuhllager, Requisitenraum und dem 164 Quadratmeter großen Mehrzweckraum, in dem bis zu 162 Personen Platz finden. In dem Saal befindet sich auch eine mobile Bühne für die Schürsdorfer Theatergruppe, die in Zukunft im neuen Haus proben und auftreten wird.

Durch einen 169 Quadratmeter großen Mittelbereich, der von beiden Parteien genutzt werden kann, sind die Räumlichkeiten der Dorfbewohner und der Wehr miteinander verbunden. Insgesamt misst das Gebäude 905 Quadratmeter Wohnfläche.

Weil das Gebäude mit den 24 Stellplätzen für die Dorfbewohner und 18 Parkgelegenheiten für die Wehr Platz benötigt, kaufte die Gemeinde Scharbeutz im Jahr 2016 eine 6150 Quadratmeter große Fläche etwas außerhalb von Schürsdorf in Richtung Scharbeutz. „Davon nutzen wir 3250 Quadratmeter als Baufläche“, sagt Volker Owerien (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz. Die restliche Fläche werde genutzt, um ökologischen Ausgleich und ein Regenrückhaltebecken zu schaffen, erklärt Owerien. Zudem sei genügend Reservefläche eingeplant.

Ortswehrführer Henrik Nitz ist zufrieden mit dem neuen Standort. „Zwar ist das neue Haus am Ortsrand. Aber wir rücken ins Zentrum unseres Löschbezirks“, erklärt Nitz die günstige Lage zum 1000-Seelen-Dorf Klingberg, das keine eigene Feuerwehr hat. Durch den neuen Standort und die Nähe zu den Schürsdorfern Bewohnern im Gemeinschaftshaus hofft Nitz für seine Wehr, mehr in den Fokus zu rücken und so auf mehr Mitglieder. „Es ergeben sich positive Synergieeffekte“, sagt Nitz. Auch Owerien ist glücklich über die Kombination aus Dorf- und Feuerwehrzentrum. „Wir haben sowohl den Anforderungen der Wehr genüge getan, als auch Räumlichkeiten für Begegnungen, für Generationen und für Zusammenhalt geschaffen“, sagt Owerien.

Nachdem die Bauleitplanung und Finanzierung abgeschlossen ist, muss nur noch die Gemeindevertretung am 28. März die Planung abnicken. Und dann geht Owerien davon aus, dass noch 2018 angefangen wird zu bauen. Auch Nitz sei optimistisch, Ende 2019, Anfang 2020 ins fertige Gebäude einzuziehen.

Von Beke Zill

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