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Ostholstein Schuldenstand wächst auf über 46 Millionen
Lokales Ostholstein Schuldenstand wächst auf über 46 Millionen
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21:17 13.01.2016

Im Ergebnishaushalt rechnet die Verwaltung mit einem Jahresfehlbedarf von rund 1,47 Millionen Euro für 2016. Dabei muss Eutin allein an Transferleistungen 5,927 Millionen Euro (Kreisumlage) zahlen. Als großer Posten bei den Aufwendungen stechen die Kosten für Heizung, Wasser, Strom (1,14 Millionen Euro) heraus. Die Entgelte für den Baubetriebshof liegen bei 1,536 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sei ein ausgeglichener Etat — also mit Einnahmen und Ausgaben in gleicher Höhe — möglich, sagte Kämmerer Andreas Lietzke im Hauptausschuss. Schon im laufenden Jahr flössen Gelder von der Landesgartenschau-Gesellschaft zurück, die die Stadt ihr als Anschubfinanzierung gewährt habe, erläuterte er. Weitere, größere Rückzahlungen werde es 2017 geben.

Auch dadurch, dass der Personalbestand heruntergefahren werde (mehrere Stellen sind für die Dauer der LGS befristet), ergäben sich finanzielle Entlastungen, die einen ausgeglichenen Etat möglich erscheinen ließen.

Die Verschuldung der Stadt lag Ende 2014 bei rund 25,5 Millionen Euro. Für Ende 2016 geht die Verwaltung davon aus, dass bis dahin Schulden in Höhe von über 46 Millionen Euro angehäuft sein werden, wenn alle aktuell geplanten Maßnahmen umgesetzt werden. Den Gegenwert besitzt Eutin in Anlagevermögen wie Straßen, Gebäuden und Fahrzeugen. Ein Riesenanteil der Schulden entfalle auf Investitionen in Schulen und Straßen (Kerntangente), zuletzt sei umfangreich in die Stadtsanierung und die Stadtwerke investiert worden, so Lietzke: „Die Verbindlichkeiten resultieren aus den vergangenen zehn, 15, 20 Jahren.“ 46 Millionen Euro Schulden — das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von rund 2706 Euro, warf Eike Diller (Grüne) ein. Wann es denn möglich sein werde, gegenläufig zu arbeiten, wollte Ausschussvorsitzender Matthias Rachfahl (CDU) wissen. Auf das Ziel müsse gemeinsam hingearbeitet werden, es hänge im Einzelnen davon ab, was die Stadtvertreter an Investitionen beschlössen, sagte der Kämmerer. ben

LN

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