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Schule Am Kleinen See: Eltern und Lehrer sind für Neubau

Eutin Schule Am Kleinen See: Eltern und Lehrer sind für Neubau

Lehrer und Eltern der Gustav-Peters-Schule wollen für die Außenstelle der Grundschule Am Kleinen See ein neues Schulgebäude sowie eine neue Sporthalle. Dafür sprach sich die Schulkonferenz einstimmig aus und brachte einen entsprechenden Antrag an die Stadt auf den Weg.

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Baubeginn für die Schule Am Kleinen See war 1961. Eine Sanierung würde nach Schätzungen 5,5 Millionen Euro kosten.

Quelle: Fotos: Benthien, Jabs

Eutin. „Wir wollten unsere Position darlegen“, sagt Schulleiterin Christine Ludwig zu der Entscheidung des Gremiums, das aus zehn Elternvertretern und zehn Lehrern besteht. In der Sitzung der Schulkonferenz seien auch die Vor- und Nachteile eines Zusammenlegens der Außenstelle am Kleinen See und des Hauptstandortes der Schule an der Blauen Lehmkuhle abgewogen worden. „Die Möglichkeit eines Ergänzungsbaus an der Gustav-Peters-Schule steht ja auch im Raum“, sagt Christine Ludwig. „Natürlich könnte man in dem Fall Klassen besser einteilen.“ Die Schulkonferenz sei sich aber in ihrer Sitzung einig gewesen, dass für Eutin drei Grundschul-Standorte (eine weitere Außenstelle der Gustav-Peters-Schule ist Fissau) beibehalten werden sollten. „Man muss auch mal die Kinderperspektive einnehmen: Kleine Systeme sind übersichtlicher, und kurze Wege sprechen für sich“, sagt die Schulleiterin. Drei Grundschulstandorte vorzuhalten, entspricht auch dem 2016 vom Schulausschuss gefassten Beschluss.

 

LN-Bild

„Eine Sanierung des Bestandes ist nur ein Behelf. Christine Ludwig Schulleiterin

Geld dafür in die Hand zu nehmen, dass derzeit von der Wilhelm- Wisser-Schule genutzte Räume wieder zu Grundschulklassenzimmern umgewandelt werden und die Außenstelle Am Kleinen See saniert wird, hält die Schulkonferenz nicht für erstrebenswert. „Es liegt auf der Hand, dass das nicht den Ansprüchen einer modernen Grundschule genügt, sondern nur ein Behelf ist“, sagt Christine Ludwig. Ganz abgesehen davon, können die fünften und sechsten Klassen der Wisser-Schule derzeit nicht zurück an die Elisabethstraße – es fehlt der Platz.

Christine Ludwig macht darauf aufmerksam, dass auch die Grundschule an allen drei Standorten massive Raumnot hat. „Unsere Schülerzahlen sind konstant gestiegen, der Löwenanteil des Zuwachses entfällt auf den Standort Am Kleinen See.“ Aktuell hat die Gustav-Peters-Schule 645 Schüler (Standort Blaue Lehmkuhle: 285, Kleiner See: 262, Fissau: 98). Im Schuljahr 2016/2017 waren es insgesamt 623 Schüler, im Schuljahr zuvor 605.

„Der Schulausschuss hat das Raumprogramm für den Kleinen See ja beschlossen, geplant werden soll dreizügig plus Daz-Klassen plus offene Ganztagsschule“, sagt die Schulleiterin. Das gebe der Bestand gar nicht her. Die Klassenräume entsprechen von der Größe her nicht den heutigen Anforderungen. „Wir bräuchten auch pro Klassenraum einen dazugehörigen Gruppenraum. Und eine Zwei-Feld-Sporthalle“, sagt sie. Ein weiteres Argument für die Schulkonferenz, die Stadt als Schulträger zu einem Neubau am Kleinen See aufzufordern.

„Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum das sehr sinnvoll ist. Wir brauchen einen Neubau und das schnell, weil wir ausreichenden Raum für die Grundschüler haben müssen“, drängt Christine Ludwig.

Ihre Vorstellung und die der Schulkonferenz: einen Schulneubau auf der jetzigen Sportanlage hochziehen, dann den jetzigen abreißen und zum See hin die neuen Sportstätten errichten. „Ich bin kein Experte, aber vom Platz sollte das zu machen sein“, erklärt Ludwig. „So weit auseinandergezogene Pavillons, wie wir jetzt haben, würde man heutzutage nicht mehr bauen.“

Schulrat Manfred Meyer ist von Christine Ludwig über den Antrag an die Stadt in Kenntnis gesetzt worden. Er mische sich nicht in Angelegenheiten des Schulträgers ein, sagte er, ergänzte aber, dass einiges für zentrale Standorte spreche, anderes für die Formel „kurze Beine, kurze Wege“.

Von Ulrike Benthien

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