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Ostholstein Schulfusion: Ministerium kritisiert Unterschriftenaktion
Lokales Ostholstein Schulfusion: Ministerium kritisiert Unterschriftenaktion
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21:16 30.08.2013

253 Eltern der Malenter Schule an den Auewiesen haben sich per Unterschrift gegen die Fusion der Schule mit der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld ausgesprochen. Diese Unterschriften hatte Schulelternbeiratsvorsitzender Marc Fenske in der Malenter Schulausschusssitzung am Mittwoch an dessen Vorsitzenden Helmut Wagner (SPD) übergeben. Der Schulausschuss hat der Gemeindevertretung dennoch mit sieben Ja- und zwei Neinstimmen empfohlen, der Fusion zuzustimmen.

Die Unterschriftensammlung stößt nun aber auf Kritik im Kieler Bildungsministerium. Sie wurde nämlich über den Unterricht organisiert. Gemeindevertreter und Ausschussmitglied Thorsten Rosplesch (CDU) hat ein Kind in der Schule an den Auewiesen. Er berichtete im Ausschuss, seine Tochter habe gesagt, sie müsse den Zettel unterschrieben wieder abgeben. Eine Möglichkeit, für die Fusion zu unterzeichnen, enthielt der Zettel nicht. Einzig die Ablehnung war vorgegeben. „Warum haben Sie nur unterschreiben lassen, wenn die Eltern dagegen sind?“, wollte Ausschussmitglied Gudrun Förster (CDU) wissen? Fenske: „Wir wollten nur wissen, wer dagegen ist.“

Eine Lehrerin meldete sich nach diesen Aussagen zu Wort und betonte, natürlich hätten die Kinder die Zettel wieder abgeben müssen, „damit wir wissen, dass die bei den Eltern angekommen sind“.

Allerdings sei nicht zwingend eine Unterschrift angefordert worden. „Wir haben die Zettel an die Schule gegeben mit der Bitte, sie in den Klassen zu verteilen“, sagte Fenske den LN. „Das hat auch gut geklappt.“

„Wenn das so gelaufen sein sollte, ist das aus unserer Sicht ein kritischer Vorgang“, sagt Thomas Schunck, der Sprecher des Kieler Bildungsministeriums. Diese Kritik mache sich daran fest, dass das Papier über die Kinder verteilt worden sei. Wenn ein Schulelternbeirat so etwas wie eine Unterschriftenaktion machen wolle, sei ihm das unbenommen. Allerdings benötige er dafür einen Beschluss im Elternbeirat und müsse dann die Unterschriftenformulare selbst verteilen.

Unterdessen bereitet der Schulelternbeirat der Schule an den Auewiesen ein Bürgerbegehren gegen die Schulfusion vor. Dafür werden 870 Unterschriften benötigt. Ist das geschafft, stimmen alle Einwohner von Malente wie bei einer Wahl über die Schulfusion ab.

Wortlaut des Elternbriefes
„Wir, der Schulelternbeirat, sind gegen die geplante Fusion zwischen der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld und der Schule an den Auewiesen in Malente. (. . . ) Da wir der Sache aber noch Nachdruck verleihen wollen, bitten wir alle, die gegen eine Fusion sind, auf dem unteren Abschnitt zu unterschreiben. Diesen Abschnitt bitte dem Kind bis zum 22.8.2013 mitgeben und beim Klassenlehrer abgeben lassen.“

Susanne Peyronnet

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