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Ostholstein Schulgebäude Am Kleinen See in Eutin steht auf dem Prüfstand
Lokales Ostholstein Schulgebäude Am Kleinen See in Eutin steht auf dem Prüfstand
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21:16 17.05.2017
Schulleiterin Christine Ludwig schilderte den schlechten Zustand, indem sich der Standort Am Kleinen See in Eutin befindet. Quelle: Foto: Astrid Jabs

„Erheblich sanierungsbedürftig“ lautet die offizielle Zustandsbeschreibung der Verwaltung für das Gebäude der Eutiner Gustav-Peters-Grundschule am Standort Am Kleinen See. Verwaltungsgebäude und Pavillons sind Baujahr 1959/60, der Fachklassentrakt stammt aus dem Jahr 1980. Auch die Sporthalle aus dem Jahr 1960 ist in einem Zustand, der eine Entscheidung zwischen Sanierung und Neubau notwendig macht. Darüber besteht Einigkeit zwischen Schule und Verwaltung.

Einen ersten Schätzwert zu den Modernisierungskosten hat nun das Eutiner Architekturbüro Bielke und Struve erarbeitet. Im Schulausschuss wurden die Zahlen vorgelegt: „Dies ist ein Denkmodell, keine Eins-zu-eins-Planung", sagte Annette Rudolph, Fachdienstleiterin Schule. Grundlage sei das Klimaschutzkonzept (2012) samt den energetischen Untersuchungen (2011). Unter dem Strich steht für eine Sanierung von Hauptgebäude, Schulklassen, Fachräumen und Turnhalle eine Gesamtsumme von 5,56 Millionen Euro. Dabei scheinen weitreichende Maßnahmen an den Pavillons nicht sinnvoll. Hier stellte die Verwaltung mit dem Umzug der Grundschule in den von der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule für die Klassenstufen 5 und 6 genutzten anliegenden Bau eine mögliche Lösung vor. Dann könnten die maroden und energetisch problematischen Pavillons teilweise abgerissen werden. Voraussetzung dafür wäre die räumliche Erweiterung der Wisserschule am Standort Berg und eine Unterbringung aller Klassen dort. Dies war für 2020 angepeilt.

Die Kernfrage der Diskussion um Raumbedarf, Sanierung und Neubau stellte Schulleiterin Christine Ludwig: „Was für eine Schule will die Stadt Eutin hier hinstellen?“ Ein Neubau würde teurer, könnte aber dem Raumbedarf einer zeitgemäßen Schule gerecht werden: „Es wäre sehr angeraten, eine gute Schule zu bauen und nicht bloß mit viel Geld halbherzig zu sanieren“, sagte Ludwig. Matthias Rachfahl (CDU) sah die Notwendigkeit zweier Raumprogramme, aus denen der Unterschied zwischen dem, was möglich sei und einer zeitgemäßen Schule ersichtlich werde. Für den Ausschussvorsitzenden Hanjo Iwanowitsch (SPD) war klar: „Eine zeitgemäße Schule – das läuft auf Neubau hinaus.“

In Verbindung mit diesen Überlegungen thematisierte Christiane Balzer (Bündnis 90/Grüne) den Beschluss des Ausschusses vom Juli vergangenen Jahres, an den drei Grundschulstandorten festzuhalten. Christine Ludwig relativierte dies angesichts der jüngsten strukturellen Entwicklungen innerhalb der Schule. Auch ein Zusammenlegen von Standorten könne Vorteile für Schüler und Lehrer haben. „Für einen solchen Fall müsste aber die Schülerbeförderung geklärt werden“, merkte sie an. Als Voraussetzung für weitere Überlegungen soll in der nächsten Sitzung ein Raumprogramm beschlossen werden.

Astrid Jabs

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