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Ostholstein Schumann-Skulptur soll Eutiner Bürgermeister beflügeln
Lokales Ostholstein Schumann-Skulptur soll Eutiner Bürgermeister beflügeln
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20:26 25.08.2017
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Eutin

Die von Pierre Schumann geschaffene Skulptur „Komposition 3 Vögel“ steht jetzt im Eutiner Rathaus. Elisabeth und Andreas Schumann, zwei von fünf Kindern des Künstlers, der 2011 in Eutin starb, übergaben sie an Bürgermeister Carsten Behnk in dessen Amtszimmer.

„Wir hoffen, dass Sie, aber auch Ihre Nachfolger im Amt des Bürgermeisters sich von der Skulptur beflügeln lassen“, wandte sich Elisabeth Schumann an den Verwaltungschef.

Pierre Schumann wäre in diesem Jahr 100 geworden. Nicht zuletzt deshalb hatten sich seine Kinder entschlossen, der Stadt die Skulptur zu überlassen.

„Ich freue mich über dieses besondere Geschenk“, sagte Carsten Behnk, und weiter: „Pierre Schumann war einer der bedeutendsten bildenden Künstler des Landes. Er hat lange hier im Raum Eutin gelebt und gewirkt. Wir werden ihm und seiner Kunst ein würdiges Andenken bewahren.“

Behnk selber hat die 80 Zentimeter hohe Skulptur aus Carrara-Marmor im Atelier in Sagau ausgesucht. Sie stellt drei stilisierte Möwen dar, die wild durch die Lüfte fliegen und gemeinsam eine dynamische Form bilden.

„Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Arbeit unseres Vaters an einem Ort in der Stadt gezeigt wird, an dem sie von vielen Menschen, auch von Touristen, gesehen wird“, erklärten Elisabeth und Andreas Schumann. Dazu Bürgermeister Behnk: „Wir haben im Moment keinen Platz, an dem das Kunstwerk vor Vandalismus geschützt ist.“ Aber auch in seinem Büro sei sie schon von vielen Menschen bewundert worden, und er habe bereits viele Fragen von Interessierten dazu beantworten können.

Die Wirkungsstätte des 1917 in Heide geborenen und 2011 in Eutin gestorbenen Künstlers war die ostholsteinische Kreisstadt. Pierre Schumann lernte den Beruf des Steinmetzes und studierte ab 1947 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Edwin Scharff und ab 1950 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Otto Baum. 1967 erhielt seine „Madonna Nera“ den ersten Preis der Internationalen Biennale von Carrara. Er galt als einer der bedeutendsten Künstler des Landes und war ein international geschätzter Bildhauer der Klassischen Moderne. Sein bevorzugtes Arbeitsmaterial war Marmor, viele Arbeiten setzte er aber auch in Bronze um. 2007 erhielt er den Norddeutschen Kulturpreis.

Im Ostholstein-Museum in Eutin, Schlossplatz 1, ist noch bis Sonntag, 3. September, die Ausstellung „Pierre Schumann (1917 – 2011) – Marmor und Bronze“ zu sehen.

Christina Düvell-Veen

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