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Ostholstein Schutzstreifen lassen noch auf sich warten
Lokales Ostholstein Schutzstreifen lassen noch auf sich warten
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02:15 06.09.2013
Mit Schutzstreifen (r.) und Haltebereich für Radfahrer (weiß): So könnte es an der Kreuzung Elisabethstraße/Weidestraße aussehen. Quelle: Foto: W. Gehm/hfr

Zu ihrer „gelungenen Präsentation“ beglückwünschten alle Fraktionen die beiden Vertreter der Fahrradinitiative Eutin, Wolfgang Gehm und Alexander Bauer. Auf Anregung der Grünen zeigten sie im Eutiner Bauausschuss, wie mit Hilfe von Fahrradschutzstreifen ein Teil der Schulwege in der Stadt mit geringen Mitteln sicherer gemacht werden kann. Nicht nur Gehm und Bauer, auch die anderen Anwesenden der Initiative hatten sich von dem Abend allerdings mehr erhofft: Am Ende erging vom Ausschuss an die Verwaltung der Auftrag, „alles zu prüfen und eine zeitliche Perspektive aufzuzeigen“.

Denn auch wenn die Ausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne) vorausgeschickt hatte, dass sicher nicht alles 1:1 umsetzbar sei, der weitere Aufschub der von ihnen schon lange unterbreiteten Sicherheitsvorkehrungen enttäuschte die Fahrradfahrer. „Wir bringen Kompetenz und Erfahrung mit und gehen auch gern in die einzelnen Fraktionen und stellen ihnen die Präsentation vor“, sagte Jens Rose-Zeuner stellvertretend. „Mit diesem Ergebnis sind wir unzufrieden, es wäre schön gewesen, wenn man vorher mit uns gesprochen hätte.“ Das gelte im Übrigen auch im Hinblick auf die Schließung des Weges von der Plöner Straße zur Sana-Klinik (die LN berichteten), „auch da hat leider niemand im Vorwege Kontakt zu uns aufgenommen“.

Schulwegsicherung ist seit ihren Anfängen ein Hauptanliegen der Fahrradinitiative. Wolfgang Gehm und Alexander Bauer demonstrieren sie an zwei Strecken: von der Steenbockstraße über die Elisabethstraße bis zur Lübschen Koppel und am Abschnitt Plöner Straße zwischen Voßplatz und Plumpstraße. Radfahrer sollen sich hier den Verkehrsraum mit Autofahrern teilen, „die Schutzstreifen sind Radwege ohne Benutzerpflicht, Bestandteil der Fahrbahn, befinden sich an ihrem rechten Rand und sind kenntlich durch gestrichelte Linien“, erläuterte Gehm. An Kreuzungen sollten die Schutzstreifen durchgeführt oder herangeführt werden, die Haltebereiche für Autos zurückgesetzt und davor Haltebereiche für Radfahrer geschaffen werden. Ampelphasen seien anzupassen, damit die Radler vor den Autos die Kreuzung räumen könnten. Linksabbiegespuren sollten zum Teil weggenommen werden, trug Gehm vor.

Die Verwaltung reagierte skeptisch: Ob Linksabbieger einfach entfernt werden könnten, es fehlten Verkehrszählungen und müssten Kontaktschleifen verlegt werden. Unklar sei auch, wie sich die Maßnahmen auf den übrigen Verkehr auswirken würden und ob die Kreisverkehrsbehörde die Entwürfe genehmigen werde. ben

„Wir gehen gern in die Fraktionen und stellen ihnen die Präsentation vor.“
Jens Rose-Zeuner, Fahrrad-Initiative

LN

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