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Ostholstein Schwierige Verhandlungen: Demo bei Kendrion Kuhnke
Lokales Ostholstein Schwierige Verhandlungen: Demo bei Kendrion Kuhnke
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21:10 29.08.2018
Mehr als 100 Kendrion-Kuhnke-Mitarbeiter demonstrieren in Malente für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Quelle: Foto: Dirk Schneider
Malente

„Eigentlich hätte die für heute geplante Betriebsversammlung wie seit Jahrzehnten üblich in unserer Kantine stattfinden sollen, aber die Nutzung wurde uns vor einer Woche untersagt“, erklärte die Betriebsratsvorsitzende Cornelia Horn den Hintergrund der Demonstration im öffentlichen Raum zwischen Verwaltungsbau und Werkstätten. Dieses Verbot sei nur ein Nadelstich, mit dem das Kendrion-Kuhnke-Management eine offene und konstruktive Auseinandersetzung erschwere. So seien zum Beispiel wichtige und umfangreiche Unterlagen dem Betriebsrat erst einen Arbeitstag vor dem ursprünglich vereinbarten Verhandlungsstart zugänglich gemacht worden. Dies habe auch die Arbeit des Rechtsanwaltes behindert.

„Der Arbeitgeber nutzt von Anfang an jede Möglichkeit zur Eskalation“, klagte Daniel Friedrich, der Bevollmächtigte der IG Metall Lübeck-Wismar . Dazu zähle auch, dass immer wieder Ultimaten gegenüber dem Betriebsrat gesetzt und die nötige Arbeitszeit für Betriebsratstätigkeiten infrage gestellt würden. Ein weiteres Beispiel: Nachdem der Betriebsrat eine zweite Gesprächsrunde wegen mangelnder Vorbereitungszeit kurzfristig habe absagen müssen, habe der Arbeitgeber die Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan einseitig für gescheitert erklärt. Die Summe der Vorgänge zeige ein systematisches Vorgehen, mit dem die Arbeit des Betriebsrates behindert und die Zukunft der Arbeitsplätze gefährdet würden. „Das lassen wir uns nicht gefallen. Wer die Eskalation will, der kann sie bekommen!“, droht Friedrich mit Blick auf die kommenden Wochen ohne jedoch das Wort Warnstreik auszusprechen.

Horn appellierte an Kendrion-Geschäftsführer Joep van Beurden sich an die eigene Aussage zu erinnern, dass sich das Management nach vielen schwierigen Umstrukturierungen das Vertrauen der Mitarbeiter wieder erarbeiten wolle. Die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines Sozialtarifvertrags. Zentrale Punkte darin sind laut Friedrich die Regelung einer adäquaten Abfindung, eine Transfergesellschaft zur Weiterqualifizierung der freigesetzten Arbeitnehmer, die Regelung der Leiharbeit und mehr Mitbestimmung.

dis

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