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Ostholstein Sechs Aufgriffe im Fährhafen
Lokales Ostholstein Sechs Aufgriffe im Fährhafen
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21:46 14.12.2017
An dem Schwerpunkt-Einsatz durch Beamte der Bundespolizei beteiligte sich auch der Zoll. Quelle: Foto: Schwennsen
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Puttgarden a. F

Sie kontrollierten die mit den Fähren im Halbstundentakt einreisenden Fahrzeuge, ebenso die Züge aus Kopenhagen. Teilweise reisten die Beamten dafür bis nach Oldenburg mit. Die Aufgegriffenen kamen aus Aserbaidschan, Palästina und Syrien. „Schengen bedeutet Reisefreiheit. Das heißt aber nicht, dass wir nicht kontrollieren dürfen – nur darf das nicht regelmäßig sein“, betonte Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Kiel.

Gestern fand gleichzeitig auch in der Landeshauptstadt ein sogenannter „Schwerpunkteinsatz unerlaubte Migration in Seehäfen“ statt. Die Inspektion ist außerdem für Lübeck zuständig. Unterstützt wurden die Stammkräfte durch Beamte der „mobilen Überwachungskomponente“ der Direktion Bad Bramstedt sowie zwei dänische Verbindungsbeamte. Seit in Rødby stärker kontrolliert wird, werden nahezu täglich aufgegriffene Personen an die deutschen Beamten „rücküberstellt“.

Bisher wurden 2017 im Bereich der Inspektion Kiel knapp 1000 Personen aufgegriffen, die illegal eingereist sind oder sich unerlaubt hier aufhalten, die meisten auf der Vogelfluglinie. Stelke: „Doch die Dunkelziffer bleibt hoch.“

Nach den Großaufgriffen 2013/14, wo oft 50 Personen aus den Zügen herausgeholt wurden, habe die Lage sich seit 2016 „auf hohem Niveau normalisiert“. Spitzenreiter bei den Herkunftsländern seien Afghanistan, Irak und Syrien, Eritrea dagegen rückläufig.

gjs

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