Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Seebrücken-Gastronomie mit Sonnendeck
Lokales Ostholstein Seebrücken-Gastronomie mit Sonnendeck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:27 26.03.2016
Seebrückengastronomie: Vorentwurf der „SWUP“ GmbH in Berlin. Quelle: hfr
Heiligenhafen

Aus Theorie wird Praxis: Heiligenhafens Erlebnisseebrücke erhält einen Anbau. Es ist die Rede von einer zweistöckigen Gastronomie mit Sonnendeck und Terrasse als Clou. Der Bau stellt ein weiteres Mosaiksteinchen des touristischen Masterplans dar und passt in das neue Umfeld vor der Seebrücke mit den beiden Sroka-Hotels nebst Fünf-Sterne-Resort am Yachthafen.

Heiligenhafens Erlebnisseebrücke wird um eine Attraktion reicher — Brandschutzgutachten liegen vor.

Die Basis hierfür hat die Politik mit der Aufstellung des Bebauungsplanes 85 bereits am 12. Dezember 2013 gelegt. Seither beschäftigen sich die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) mit der Realisierung des Projektes. Und es wird konkret, wie Geschäftsführer Joachim Gabriel auf LN-Nachfrage bestätigt. „Wir haben jetzt eine weitere Grundlage erreicht. Das Brandschutzgutachten liegt vor“, erläutert Gabriel. Dies sei ein komplizierter Prozess gewesen, da die Bestimmungen auf dem Wasser andere seien als an Land.

Die ersten optischen Entwürfe liegen auch schon vor. Joachim Gabriel schwärmt: „Es soll viel natürliches Licht in das Gebäude einfallen, daher die extravagante Form und auch das Glasdach.“ Der Standort der Gastronomie befindet sich in der Verlängerung der ersten Achse der Erlebnis- Seebrücke. Im nächsten Schritt müsste die Stadtvertretung im Sommer dem aktuellen Entwurf zustimmen, damit das Projekt in die weiteren Planungsphasen wie auch die Ausschreibung für Betreiber gehen könne. Das Kostenvolumen dürfte laut Joachim Gabriel bei einer Summe der Größenordnung zwei Millionen Euro plus X liegen. Nach oben seien bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

Unterstützung erfahren die HVB vom Land. Das Wirtschaftsministerium in Kiel hatte sich bereits Ende 2013 positiv über das konzeptionell von den HVB mitgedachte gastronomische Angebot als zusätzliche Attraktion geäußert. Dieses könne auch mit Blick auf die Tagesgäste zu einem weiteren Zuwachs in Heiligenhafen führen. Die Möglichkeit für Fördermittel vom Land bestünde.

Indirekt dürfte mit diesem Projekt der Wettbewerb mit Timmendorfer Strand eingeläutet sein: Wer hat die schönste Seebrückengastronomie an der Ostseeküste? Timmendorf mit dem Restaurant „Wolkenlos“

oder Heiligenhafen? Bis diese Frage beantwortet ist, vergeht noch etwas Zeit. Joachim Gabriel weiß auch: „Gerade wegen der exponierten Lage in der Ostsee wird das Genehmigungsverfahren herausfordernd sein und den Beteiligten alles abfordern.“ Konkrete Gespräche mit möglichen Betreibern habe man im gegenwärtigen Stadium noch nicht geführt. Es gebe allerdings den einen oder anderen Betreiber, der sich durchaus anbieten würde . . .

Der Aufsichtsrat der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe wird sich in seiner kommenden Sitzung am 6. April im Rahmen der regelmäßigen Unterrichtung mit einem Bericht der Geschäftsführung zu diesem Projekt beschäftigen.

Größe und Aufteilung

Gastronomie auf zwei Ebenen: Die Restaurantebene befindet sich im Erdgeschoss, wird etwa 120 Sitzplätze haben, im ersten Obergeschoss gibt es weitere 60 Sitzplätze auf der Dachterrasse.

Die Gastronomie-Plattform hat eine Grundfläche von circa 400 Quadratmeter. Das Restaurantgebäude im Erdgeschoss verfügt dabei über eine Grundfläche von circa 315 Quadratmeter, das Obergeschoss von 70 Quadratmeter.

Von Peter Mantik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach sechs Monaten intensiver Ausbildung ist es jetzt geschafft. Drei neue Fachhelferanwärter bestanden ihre Grundausbildungsprüfung gemeinsam mit weiteren Kameradinnen ...

26.03.2016

Arbeitskreis befürchtet aber negative Auswirkungen durch geplantes Naturschutzgebiet im Fehmarnbelt.

26.03.2016

Christian Gradert bleibt Vorsitzender des Kegelvereins Lensahn. Auch fast der gesamte weitere Vorstand wurde bei der Jahresversammlung einstimmig im Amt bestätigt.

26.03.2016