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Ostholstein Seenotretter: Auch an ihrem großen Tag immer einsatzbereit
Lokales Ostholstein Seenotretter: Auch an ihrem großen Tag immer einsatzbereit
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21:10 28.07.2018
Jederzeit einsatzbereit: „Open Ship“ auf dem Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ im Yachthafen Grömitz.
Grömitz

So wie gestern und heute in Grömitz: Die Seenotretter haben ein ausgeklügeltes Programm für die Besucher im Yachthafen vorbereitet. Doch natürlich reißt der Funkkontakt zur Zentrale in Bremen nicht ab.

Im Dienst sind sie immer. An 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Selbst wenn sie an einem Wochenende zwei Tage lang auf einer Großveranstaltung die Arbeit der DGzRS in den 54 Stationen an Nord- und Ostsee demonstrieren. Im Notfall hat der echte Einsatz immer Vorrang.

So geht der 20. „Tag der Seenotretter“ heute weiter

Grömitz: 11 bis 17 Uhr, unter anderem „Open Ship“, Rundfahrten, Seenotrettungsübungen; 14 Uhr Shantychor .

Heiligenhafen (gemeinsam mit Großenbrode): 10 bis 16 Uhr „Open Ship“, 13 Uhr Seenotrettungsübung.

Burgstaaken: 11 bis 17 Uhr, „Open Ship“ auf der „Emil Zimmermann“; 13, 15 und 16.30 Uhr Übungen.

Bereits Freitagabend, als der Wind spürbar zunimmt, wird das Einsatzteam auf dem Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ drei Mal alarmiert. Passiert ist nichts Dramatisches – es sind allesamt Fehlalarme. Doch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fährt lieber einmal umsonst raus, als im Notfall zu spät zu kommen. Die Zahl der Einsätze wird in diesem Jahr höher sein als 2017. Schon jetzt wurden fast so viele Einsätze gefahren wie im ganzen Jahr 2017.

„Wenn es jetzt einen Alarm gibt, springen die Freiwilligen ein“, sagt der 3. Vormann Markus Davids. Es sei denn, es ereignet sich ein größeres Unglück vor Ostholsteins Küste. Denn jetzt wollen die Seenotretter gerne am Yachthafen den Zuschauern vorführen, wie ein simulierter Seenotfall aussieht. Kurz vor dem Start herrscht Aufregung. Ein Mann an Bord hat draußen vor Grömitz’ Küste einen Herzinfarkt erlitten. Doch ein Einsatzschiff ist schon unterwegs.

Dann geht alles ganz schnell. Ein kleines Boot mit zwei Gästen an Bord läuft ein – die Männer ohne Schwimmwesten gehen plötzlich über Bord. Sie schreien um Hilfe, machen auf ihre prekäre Situation aufmerksam. Schon naht das DGzRS-Tochterboot „Emmi“. „Getestet wird bei diesem ,Einsatz’ unsere neue Bergungsschlinge. Dadurch können Menschen in Seenot durch die Bergungspforte sicher rein ins Boot gezogen werden“, erklärt Chris Hartmann. Er hat gut lachen. Bei 22 Grad Wassertemperatur ist es kein Problem, Freiwillige als Mimen zu finden.

An Land moderiert derweil Martin Dethleff den Einsatz. Es muss alles ganz schnell gehen – denn während der Kurzübung sollen keine andere Skipper ein- oder auslaufen. Extra lange absperren kann man den Yachthafen natürlich aber nicht. Auch die Rundfahrten mit den vier Schulungsbooten aus Neustadt und Travemünde pausieren kurzzeitig, um keinen unnötigen Wellenschlag zu verursachen. Diese Fahrten – natürlich mit Sicherheitsweste – sind vor allem bei Familien mit Kindern beliebt. Und die stehen dafür Schlange.

Doch für die DGzRS geht es nicht nur um den Spaß. Sie appellieren an die Urlauber, nicht achtlos Badehandtücher oder Surfuntensilien am Strand liegen zu lassen. Sie könnten einen stundenlange Suche auslösen, obwohl es gar keinen Notfall gibt.

Gerd-J. Schwennsen

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