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Ostholstein Seestern-Schwemme am Strand
Lokales Ostholstein Seestern-Schwemme am Strand
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14:27 23.01.2018
Diese Aufnahme hat die Facebook-Nutzerin Joan Nolte am Strand von Scharbeutz gemacht.
Scharbeutz

Vollkommen ungewöhnlich ist das gerade in dieser Jahreszeit aber offenbar nicht. Bei Sturm und/oder starkem Seegang werden die Meeresbewohner von Steinen oder Muschelbänken losgerissen und von den Wellen an den Strand geworfen – von wo sie dann nicht mehr wegkommen. „Das ist ein bekanntes und natürliches Phänomen“, erklärt der Meeresbiologe Thorsten Walter, Leiter der Ostsee-Station auf dem Priwall. „Die Seesterne werden mit Muscheln und Algen an den Strand gespült.“

Möglich sei theoretisch zwar auch, dass ein Fischer in Strandnähe seine Netze geleert habe und die darin hängenden Seesterne dann angetrieben wurden, sagt Walter, „aber das ist eher unwahrscheinlich“. An Land würden Seesterne rasch verenden, weshalb es vermutlich wenig Sinn habe, die Stachelhäuter einzusammeln und wieder ins Wasser zu werfen, um sie zu retten. Für große Aufregung hatte vor drei Jahren ein Massensterben von Seesternen in der Nordsee vor Sylt gesorgt: Dort lagen Zehntausende dieser Tiere dicht an dicht am Strand von Westerland. Auch damals gingen Biologen davon aus, dass Stürme und die Strömung die Seesterne von Miesmuschelbänken abgetragen hatten.

 latz

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