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Ostholstein „Seinen Ort finden“ — Menschen mit Zivilcourage
Lokales Ostholstein „Seinen Ort finden“ — Menschen mit Zivilcourage
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20:19 06.07.2013
Kurt Kretschmann setzte sich in der DDR couragiert für den Naturschutz ein.

Antikriegsmuseum und Friedensbibliothek der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz zeigen gemeinsam mit der Kirchengemeinde Heiligenhafen vom 6. August bis zum 13. September in der Heiligenhafener Stadtkirche die Ausstellung „Seinen Ort finden“ über Menschen mit Zivilcourage. In der Schau werden Frauen und Männer mit Texten und Bildern vorgestellt, die zu unterschiedlichen Zeiten Mut bewiesen haben, indem sie sich inhumanen Anforderungen von Staat und Gesellschaft nicht beugten. Es handelt sich um Biographien „gewöhnlicher Menschen“, die sich für außergewöhnliche Lebenswege entschieden haben.

Zu ihnen zählt Franz Jägerstätter, tiefgläubiger Katholik aus Oberösterreich, der sich nicht vom NS-System vereinnahmen ließ. Als einziger Bürger seines Heimatdorfes stimmte er gegen den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, verweigerte das Kindergeld des Nazi-Staates und den Kriegsdienst. 1943 wurde er hingerichtet. Oder Kurt Kretschmann, der sich in der DDR konsequent und gegen Widerstände für den Naturschutz einsetzte. Der Tscheche Josef Sudek verlor im Ersten Weltkrieg einen Arm und schuf trotzdem als Fotograf ein international anerkanntes Werk.

Bereits ab kommenden Dienstag, 9. Juli, läuft bis zum 4. August an gleicher Stelle eine Ausstellung über Väter in Elternzeit. Zwölf Väter aus der Region Flensburg haben dafür in Interviews von ihren Erfahrungen in der Elternzeit berichtet. In der Ausstellung werden neben großformatigen Fotos der Väter und Bildtexten auch Hintergrundinformationen zum Thema „Elternzeit“ angeboten. Am 4. August wird die Heiligenhafener Pastorin Elisabeth Caesar gemeinsam mit Pastor Harald Schrader vom KDA in der Stadtkirche einen Gottesdienst zum Thema halten.

LN

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