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Ostholstein Shopping mit Programm sorgt für volle Innenstadt in Eutin
Lokales Ostholstein Shopping mit Programm sorgt für volle Innenstadt in Eutin
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21:12 30.10.2017
Ein Familienprojekt: Benjamin, Josy-May, Madeleine und Marvin (v. l.) sind die Kinder des „Pipe Majors“ Gerd Reklat. Quelle: Fotos: Astrid Jabs
Eutin

Am Mittag liegt der Eutiner Marktplatz noch recht verschlafen in sonntäglicher Ruhe da. Als aber pünktlich um 12.30 Uhr „Pipe Major“ Gerd Reklat dem „Crown Hunter Pipes & Drums“-Zug aus Schwartbuck (Kreis Plön) das Kommando für ein kleines Platzkonzert gibt, schart sich rasch ein wachsender Kreis von Zuhörern um die Formation. Acht Aktionssonntage veranstaltet die WVE in Eutin, an diesem Oktobertag sind die Schotten in der Innenstadt los. Zum Abschluss am 17. Dezember dreht sich alles um den Advent.

Das Konzept der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE) geht auf: Die Aktionssonntage locken verstärkt Besucher in die Eutiner Innenstadt. Gerade in Zeiten der wachsenden Internetkonkurrenz versuchen Städte und Handel sich etwas einfallen zu lassen, um weiterhin attraktiv zu sein.

In diesem Zuspruch liegt für den Leiter der Eutin GmbH, Per Köster, die zentrale Bedeutung der verkaufsoffenen Sonntage. „Wir können nicht in Schönheit sterben und nur Hochkultur bieten. Die Menschen wollen auch flanieren und shoppen“, sagt er. „Es ist schön, dass sich die WVE hier so engagiert.“ Was die thematische Ausrichtung anbelange, könne man zukünftig möglicherweise gemeinsam dafür arbeiten, noch andere Bereiche einzubeziehen und das Programm an einigen Punkten qualitativ aufzuwerten. „Dafür wäre dann auch das Stadtmarketing gefragt“, regte Köster an. Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt teilt die positive Bewertung der Einkaufssonntage: „Sie sind ein wichtiges Element zur Stärkung des stationären Einzelhandels gerade auch im Hinblick auf den herrschenden Wettbewerb mit dem Internet.“ Die Strahlkraft des sonntäglichen Bummels mit speziellen Programmen erreiche nicht nur die Bewohner, sondern auch Besucher von außerhalb.

In der LMK-Einkaufswelt zeigte sich ein weiterer Effekt der gemeinsam mit den Fachgeschäften organisierten Sonntagsöffnungen: Mit der Hospizinitiative präsentiert sich hier seit mehreren Jahren ein gemeinnütziger Verein zum Schottenfest. „Für uns ist es eine gute Gelegenheit, unserer Arbeit ein Gesicht zu geben und im direkten Kontakt darüber zu informieren“, erklärt Christiane Tesnau.

LMK-Mitarbeiter backen zu diesem Termin. Die Spenden für das Gebäck gehen ebenfalls an die Hospizinitiative: „Wir haben heute mehr als 60 Kuchen und Torten. Das ist ein toller Einsatz unserer Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Thomas Gast.

Auch Weingeist-Inhaber Stefan Knorr hatte selbst gebacken und Shortbread für seine Kunden vorbereitet. Knorr ist WVE-Mitglied und gehört gemeinsam mit Ehefrau Frauke Knorr zur Gruppe der Eutiner „Händler mit Herz“, die in ihren Geschäften mit schottischen Leckereien und Live-Musik eine stilechte Atmosphäre herstellten. Frauke Knorr wirft einen differenzierten Blick auf die verkaufsoffenen Sonntage. „Wir hatten im letzten Jahr zur Landesgartenschau jeden Sonntag geöffnet und in unserer B-Lage hat sich das nicht gelohnt“, resümiert sie. Um die Sonntage attraktiv zu gestalten, sollte man innerhalb der WVE überlegen, nur vier solcher Tage zu planen. Dafür sollten die Veranstalter die finanziellen Mittel auf ein hochwertiges und fantasievolles Programm konzentrieren, lautet ihr Vorschlag.

Mehr Nachrichten aus Eutin im Internet unter www.LN-Online.de/Eutin

Von Astrid Jabs

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